37. Freundschaftstreffen von Bütgenbach und Monschau

Seit 37 Jahren verbindet Bütgenbach und Monschau eine enge Freundschaft. Die Bürgermeister haben regelmäßig Kontakt, und einmal im Jahr treffen sich auch die Vertreter der Gemeinderäte und Verwaltungen zum Austausch. Am Freitag war Monschau Gastgeber.

Bild: Michaela Brück/BRF

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und Bütgenbachs Bürgermeister Daniel Franzen (Bild: Michaela Brück/BRF)

Es sind Themen, die die Bürger in ihrem Alltag betreffen. So fasste Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Tagesordnung des 37. Freundschaftstreffens zusammen.

Im Rathaus von Monschau befassten sich die Kommunalvertreter unter anderem mit der Abfallentsorgung. Ein konkretes Ergebnis: Bürger der Ortschaften Küchelscheid und Leykaul sollen ihre Grünabfälle künftig auch in der Sammelstelle der Stadt Monschau entsorgen können, die in der Dorfmitte von Kalterherberg steht. Das ist für die belgischen Grenzdörfer wesentlich näher als der Recyclinghof der Gemeinde Bütgenbach in Nidrum.

Die Gemeinde Bütgenbach freut sich über das Angebot. Bürgermeister Daniel Franzen kündigte an, man werde jetzt überlegen, wie dies praktisch umzusetzen sei. „Wir müssen schauen, wie dies verrechnet würde, wie wir es anbieten können. Aber es soll keine Mehrkosten für den Bürger mit sich bringen“, sagt Franzen.

Die Einwohner von Küchelscheid und Leykaul werden auch an der Papiersammlung der Stadt Monschau teilnehmen. Sie kommt den Vereinen zugute, die die Sammlung durchführen. „Sie bekommen von uns 25 Euro je Tonne“, erklärt Bürgermeisterin Margareta Ritter.

Ein anderes Thema: die grenzüberschreitende Hilfe im Brandfall. Auch Monschau arbeitet mit einer freiwilligen Feuerwehr, die den belgischen Nachbarn an der Grenze ihre Dienste zur Verfügung stellen will – weil die Wege aus Deutschland in diesem Fall kürzer sind als aus Belgien. Allerdings gibt es organisatorische Schwierigkeiten. „Wo ist welche Leitstelle? Lüttich nimmt an und schickt Büllingen raus – verständlicherweise. Aber dann sind die Anfahrtszeiten durchaus länger als aus Kalterherberg-Ortsmitte, so dass wir jetzt eh vorhandene Verträge zwischen Monschau, Bütgenbach und Eupen  erweitern wollen.“

Bild: Michaela Brück/BRF

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Kulturell, sportlich und touristisch verbinden die Gemeinden Bütgenbach und Monschau einige Veranstaltungen. In diesem Jahr wird es unter anderem Veranstaltungen zum 100. Jahrestag des Versailler Vertrages geben. Mit der Tourismusagentur Ostbelgien will man beraten, wie lokale Wanderwege auf das belgische Knotenpunktsystem umgestellt werden können.

Auch das Radrennen „Triptyque Ardennais“ steht wieder im Kalender. Am 25. Mai soll der zweite Etappentag durch Bütgenbach und Monschau führen. Eupen ist nicht mehr dabei.

Das 37. Freundschaftstreffen der Bütgenbacher und Monschauer wurde am Nachmittag mit einer Betriebsbesichtigung in Kalterherberg fortgesetzt und zum Abschluss: Ausklang in einer Gaststätte. Auch das ist bei den jährlichen Treffen Tradition.

Michaela Brück