Geld wird knapper in der Gemeinde Amel

Die Gemeinde Amel hat als letzte der neun deutschsprachigen Gemeinden ihren Haushalt verabschiedet. Für 2020 sind Investitionen in Höhe von 2,3 Millionen Euro vorgesehen. Über 60 Prozent des außerordentlichen Haushalts soll über Eigenmittel finanziert werden, rund ein Viertel über Kredite. Obwohl das Geld knapper wird, kann in den Augen der Mehrheit keine Rede von einem Sparhaushalt sein.

Gemeindehaus von Amel

Bild: Julien Claessen/BRF

Die Einnahmen aus dem Holzverkauf sinken und die Gemeinde Amel könnte neue regelmäßige Einnahmen gut gebrauchen. Finanziell steht die Gemeinde noch gut da.

Mehr als 50 Prozent des außerordentlichen Haushalts fließt 2020 in die Gemeindewege. Für die Mehrheit ist dieses Geld gut investiert. Sie sagt, dass es langfristig teurer würde, den Wegeunterhalt zu verschieben.

Die Investitionen in die Wasserversorgung schlagen mit rund 315.000 Euro zu Buche. Für die Opposition reicht das nicht aus. Berthold Müller bemängelt, dass der Bau des Hochbehälters am Wasserwerk Wolfsbusch nicht im Haushalt vorgesehen ist. Die Mehrheit trete hier geschickt auf die Bremse, so Müller.

Gary Jost vermisst die klimapolitischen Aspekte im Haushalt. Die Gemeinde solle ihr Augenmerk in den nächsten Jahren auf den Klimaschutz richten. Bürgermeister Erik Wiesemes erklärte, dass der geplante Windpark Amel-Büllingen Energie und Einnahmen generieren soll. Das Windparkprojekt wurde zwar genehmigt, liegt aber derzeit dem Staatsrat vor und somit auf Eis.

Chantal Scheuren

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150