Jetzt investieren: Büllingen gibt sich „atypischen“ Haushalt

Die Gemeinde Büllingen nimmt im kommenden Jahr Anleihen über 2.874.000 Euro auf, um ihre Investitionen zu bestreiten. Das Geld geht vor allem in Straßen und Wege.

Gemeinde Büllingen

Bild: Jean-Luc Flemal/Belga

Büllingens Bürgermeister Friedhelm Wirtz sprach von einem „atypischen, aber guten Schritt“. Er selbst hatte seinerzeit eine schuldenfreie Gemeinde als Ziel ausgegeben.

Sinkende Einnahmen, die günstige Kreditlage und die drohenden SEC2010-Normen lassen auch ihn umdenken.

Wobei sich die Gemeinde die Rückzahlungsraten locker leisten können sollte. Erst recht, wenn die Holzpreise, wie erwartet, wieder anziehen.

Alexander Miesen und Reinhold Adams pflichteten dem Bürgermeister bei. Es komme immer darauf an, wofür man Schulden mache.

So soll nun in einem Jahr ausgegeben werden, was ursprünglich auf mehrere Jahre angelegt war: in Straßenbau, in Bürgersteige, in landwirtschaftliche Wege. Die Auftragslage im Tiefbau sei günstig, so der Bürgermeister, der beste Augenblick, um in die Infrastruktur zu investieren.

Dann könne man immer noch sehen, ob die SEC-Normen ab 2021 den Gemeinden das Handeln wirklich so schwer machen wie befürchtet.

Insgesamt weist der Investitionshaushalt 2020 in der Gemeinde Büllingen 3.769.367 Euro auf. Darunter fallen auch die Unterstützung für den Dorfsaal in Mürringen und weitere Mittel für die Umsetzung des Trinkwasserkonzepts.

Der Ordentliche Haushalt sieht Einnahmen von 8.789.318 Euro und Ausgaben von 8.778.970 Euro vor.

Der Haushalt des Öffentlichen Sozialhilfezentrums beläuft sich auf 817.822 Euro. Der Gemeindezuschuss beträgt 284.886 Euro.

Stephan Pesch

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