Tagesstätte Hergenrath feiert 25-jähriges Bestehen

Die Tagesstätte König Baudouin am Emmaburger Weg in Hergenrath feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Am 24. Oktober 1994 nahm sie erstmals ihre Aktivitäten auf.

Betreuung (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Jenny Sturm)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Jenny Sturm

Als die Tagesstätte in Hergenrath 1994 an den Start ging, wurden gerade einmal vier Personen mit Beeinträchtigung empfangen. Mittlerweile werden dort 33 Menschen mit einer Beeinträchtigung begleitet.

In den letzten Jahren hat sich die Tagesstätte ständig weiterentwickelt. „Die größte Entwicklung in der Tagesstätte ist im Bereich der Intensität der Betreuung festzustellen“, erklärt Direktor Harald Hamacher. „Früher nahmen wir Personen auf, die heute vielleicht eher in Werkstätten ihrer Arbeit nachgehen. Das hat dazu geführt, dass jetzt sehr viele Personen mit sehr starker Beeinträchtigung, Autismus oder auch sogenannter Doppeldiagnose, die neben einer mentalen Behinderung auch psychische Probleme haben, bei uns betreut werden.“

„Das kennzeichnet auch unsere Arbeit seit 25 Jahren: Wir müssen uns mit dem Personal ständig an die neuen Gegebenheiten anpassen und stehen eigentlich von Monat zu Monat vor neuen Entwicklungen“, so Hamacher weiter.

Zu den Meilensteinen in der Entwicklung der Tagesstätte zählt Hamacher unter anderem die Eröffnung des Second-Hand-Shops ‚Pepino‘ in Kelmis in 2000. „Aber auch die Übernahme des Animationsbauernhofes ‚Gut Alte Kirche‘  in Hergenrath im Jahre 1996, wo wir seither diverse Aktivitäten ausführen.“

In den nächsten Jahren soll die Tagesstätte eine Frischzellenkur erhalten. Konkret geplant ist eine Bauerweiterung in 2021/22. „Die Tagesstätte ist damals für 24 Personen erbaut worden, heute sind es 33, das heißt wir stoßen allmählich auf räumliche Engpässe trotz der Außengruppen, die wir auf dem Tierhof und Pepino haben. Durch die Aufnahme der neuen ‚Behinderungsarten‘ ist das Gebäude auch nicht mehr angepasst“, erklärt Hamacher.

„Mit der Bauerweiterung sollen jetzt zum einen die räumlichen Voraussetzungen verbessert werden. Zum anderen geht es darum, angepasste Räumlichkeiten für diese neuen ‚Behinderungsarten‘ zu bieten.“ Für die Tagesstätte sicher eine der größten Herausforderung in den nächsten Jahren, so Hamacher.

js/mg

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