Gemeinderat Burg-Reuland verleiht Ehrentitel an Maraite und Verheggen

Für ihre langjährige kommunalpolitische Arbeit erhalten Joseph Maraite und Joseph Verheggen Ehrentitel. Neben dieser Entscheidung bestimmten vor allem praktische Fragen die Sitzung des Reuländer Gemeinderates.

Joseph Maraite wird Ehrenbürgermeister der Gemeinde Burg-Reuland. Der frühere Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft war von 2004 bis 2017 Reuländer Bürgermeister.

Joseph Verheggen gehörte dem Gemeinderat insgesamt 18 Jahre an (von 1983 bis 1995 und von 2012 bis 2018). Verheggen wird Ehrenmitglied des Gemeinderates.

Beide Ehrentitel werden voraussichtlich beim Neujahrsempfang verliehen.

Mitfahrparkplatz in Grüfflingen

An der Kirche in Grüfflingen soll mit Unterstützung der Provinz Lüttich ein Mitfahrparkplatz entstehen. Allerdings sind die Zuschüsse (75 Prozent mit einem Höchstbetrag von 100.000 Euro) auch an gewisse Auflagen gebunden.

Die Gemeinde trifft schon mal die nötigen Vereinbarungen mit der Kirchenfabrik und dem Junggesellenverein, denen das Gelände gehört. Sie will aber noch klären, wie hoch ihr Eigenanteil ausfallen könnte, ehe das Projekt umgesetzt wird.

Ärztehaus mit Zweigstelle in Oudler

In Oudler wird das St. Vither Ärztehaus ab Anfang Dezember eine Zweigstelle eröffnen. Termine gibt es nur auf Anfrage beim Ärztehaus in St. Vith.

Der Reuländer Gemeinderat begrüßt, dass so die ärztliche Versorgung über die ortsansässigen Hausärzte hinaus ergänzt werden kann.

Neue Straßenleuchten sparen Strom

Der Stromverteiler Ores wird in den kommenden zehn Jahren nach und nach alle Straßenlampen mit LED-Leuchten umrüsten. Wie genau sich die Gemeinde daran beteiligen wird (über eine direkte Investition per Anleihe oder ein Leasing-Verfahren) bleibt noch zu klären.

So oder so bringt es eine deutliche Stromersparnis, weil die LED-Lampen während der Nacht automatisch auf die Hälfte ihrer Leuchtkraft herabgedimmt werden.

Bei der Wartung der öffentlichen Beleuchtung bietet Ores der Gemeinde jetzt ein jährliche Pauschale an (500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer) statt einer Abrechnung von Fall zu Fall. Die Pauschale richtet sich nach den durchschnittlichen Kosten der vergangenen Jahre. Das erleichtert für die Gemeinde die Abrechnung und die Auftragsvergabe.

Evakuierungspläne für die Schulen

Der Gemeinderat verabschiedete auch eine Hallenordnung für die Nutzung der Schulsporthalle in Burg-Reuland durch Vereine und Besucher des KUZ. Sie zahlen 10 Euro Pro Stunde als Beitrag zu den Betriebskosten der Schulsporthalle.

Für alle Schulen der Gemeinde müssen neben den bestehenden Fluchtplänen auch Evakuierungspläne erstellt und vorschriftsmäßig in den Gebäuden angebracht werden. Das dürfte immerhin rund 13.000 Euro kosten.

Sie mussten bei der dritten Haushaltsanpassung ebenso eingetragen werden wie die Erhöhung des Zuschusses an den Dachverband für Tourismus (30.000 Euro) und ein höherer Gemeindezuschuss an das Öffentliche Sozialhilfezentrum, dem Haushaltsmittel aus dem Holzverkauf fehlen. Der Haushalt der Gemeinde schließt mit einem Überschuss von 128.263 Euro.

Stephan Pesch

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