Patienten Rat & Treff: 40 Jahre Gesundheitsvorbeugung und Beratung

Wer sich krank fühlt, geht zum Arzt oder ins Krankenhaus. Doch was kann ich tun, um erst gar nicht krank zu werden? Kann ich das Fortschreiten einer Krankheit verlangsamen? Fragen rund um die Gesundheit beantwortet der "Patienten Rat & Treff". Der Patienten Rat bietet ebenfalls Blutzuckermessungen an und organisiert Gruppen, in denen Menschen ihre Erfahrungen teilen.

Bild: Chantal Scheuren/BRF

Patienten Rat & Treff (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Wie kann ich als Erwachsene gesund bleiben? Um diese Frage zu beantworten, ist der Patienten Rat & Treff da. Alle Bürger der DG können sich im Patientenrat in puncto Gesundheit beraten lassen.

Zur Vorbeugung von Diabetes ist es beispielsweise wichtig, seinen Blutzuckerwert zu kennen. Der wird kostenlos im Patienten Rat & Treff gemessen. Stéphanie Wermeester und ihre Kolleginnen machen aber noch viel mehr. „Wir machen Vorträge zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen und wir bieten Kampagnen an. Die bekanntesten sind die Schlaganfall- und die Ernährungskampagnen“, erklärt Wermeester. „Wir bieten kostenlose Blutzuckermessungen in Eupen und in St. Vith. Und zusätzlich haben wir ab Oktober die neuen Standorte in Hergenrath, Amel und Bütgenbach.“

Eine Blutzuckermessung kann selbst dann sinnvoll sein, wenn man sich nicht krank fühlt. Eine bewusste Ernährung und ausreichend Bewegung hilft dabei, Krankheiten vorzubeugen. „Eigentlich kann jeder Bürger seinen Blutzucker messen kommen, um einmal zu schauen, wie der Wert ist“, erklärt Wermeester. „Diabetes oder ein Vordiabetes merkt man nicht immer sofort. Es kommt oft schleichend und es ist nicht schlecht zu wissen, wie die Werte und die Ernährung sind. Muss ich etwas ändern oder habe ich einen guten Wert? Daraufhin kann ich meine Ernährung gut umstellen und oft langfristigen Folgen und Diabetes weitestgehend vorbeugen.“

Im Leben ist nicht alles vorhersehbar. Jeder kann aber eine Patientenverfügung ausfüllen für den Fall, dass er seine Wünsche nicht mehr frei äußern kann. „Wir sind auch Ansprechpartner für die Bürger für die Patientenverfügung. Sie können sich die Patientenverfügung hier abholen und, wenn sie es möchten, sich von uns beraten lassen, um die Patientenverfügung auszufüllen.“

Die Austauschgruppen richten sich an Menschen, die eines gemeinsam haben: sei es eine Krankheit oder eine besondere Herausforderung in der Familie. „Wir haben zum Beispiel die Parkinsongruppe oder eine Gruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz. Wir haben auch Gruppen mit Eltern von hochbegabten Kindern. Es ist ganz unterschiedlich. Die Menschen tauschen sich einfach über ihre Probleme und Bedürfnisse aus. Was ist ihnen passiert und wie kann man sich gegenseitig unterstützen ? Hat man Ratschläge für die anderen Teilnehmer?“

Die Krebsgruppe sei sehr aktiv und unternehme gerne gemeinsam etwas. Ab Oktober wird es drei neue Gruppen geben, sagt Stéphanie Wermeester. „Das ist zum einen die Fibromyalgiegruppe, die sich ab dann auch im Süden der DG trifft. Und dann wird es auch die Gruppen für Arthritis und für Angehöre von Menschen mit Depressionen geben.“

Den Patienten Rat & Treff gibt es schon seit 40 Jahren – aber er erfindet sich immer wieder neu und erweitert sein Angebot.

Mehr Informationen zur 40-Jahr-Feier sind unter www.patientenrat.be zu finden.

Chantal Scheuren

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