Radschlag hat gezählt: Eupen ist keine fahrradfreundliche Stadt

Die bereits 1998 von der Europäischen Kommission gestartete Europäische Mobilitätswoche ruft auch dieses Jahr die Bürger dazu auf, für ganze sechs Tage umweltfreundliche Alternativen zu nutzen. Passend dazu hat die Initiative "Radschlag" aus Eupen Ergebnisse veröffentlicht, die aus einer durchgeführten Messung erhoben wurden.

Fahrräder (Illustrationsbild: Pixabay)

Illustrationsbild: Pixabay

Wer am vergangenen Dienstag zwischen 7:00 Uhr und 8:30 Uhr mit dem Fahrrad zur Schule oder zum Arbeitsplatz geradelt ist, der könnte Teil der Messung gewesen sein. Die Mitglieder der Initiative „Radschlag“, die sich für die Interessen und Belange der Eupener Fahrradfahrer einsetzt, haben eine Messung durchgeführt, die das Fahrradaufkommen innerhalb Eupens erfasste.

„Wir haben uns sieben Kreuzungen in Eupen ausgesucht. An jeder Kreuzung standen dann zwei von unseren Mitgliedern, die die Anzahl Fahrradfahrer, die Fahrradtypen, das ungefähre Alter und das Geschlecht notierten“, erklärt der Vorsitzende der Radschlag Initiative, Arnold François.

Insgesamt waren elf Helfer im Einsatz, die mit dem Zählen der Radfahrer beschäftigt waren. Gezählt wurde unter anderem am Rathausplatz, am Werthplatz oder am Rotenbergplatz. Doppelte Zählungen waren nicht zu vermeiden. Laut Einschätzung der Helfer wurde jeder zehnte Radfahrer doppelt gezählt. Nach Abzug der doppelten Zählungen wurden insgesamt 205 Fahrradfahrer innerhalb von eineinhalb Stunden gezählt.

„Die Anzahl der Fahrradfahrer, die wir in der vorgegebenen Zeit gezählt haben, hat uns wirklich positiv überrascht. Wir haben ebenfalls festgestellt, dass sehr viele mit Helm gefahren sind. Es waren mehr als 60 Prozent, das hat uns sehr gefreut.“

Laut Arnold François ist Eupen keine fahrradfreundliche Stadt. Seiner Einschätzung nach müssten konsequent mehr Fahrradwege eingerichtet werden. Somit muss ein Fahrradfahrer nicht mit den anderen Fahrzeugteilnehmern um Platz konkurrieren. Dies führt automatisch zu mehr Sicherheit und das Sicherheitsgefühl motiviert wiederum, auf das Rad umzusteigen.

„Sobald neue Gebäude oder Straßen gebaut werden, sollte man definitiv an die Fahrradfahrer denken. Dies wird oft übersehen, da man hauptsächlich für die Autofahrer plant. Meiner Meinung nach sind es sowohl die Fahrradfahrer als auch die Fußgänger, die bei jeder Planung berücksichtigt werden müssen.“

Die Initiative Radschlag bemüht sich, ihr Netzwerk von überzeugten Radfahrern zu vergrößern, die an einem Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Eupen interessiert sind.

Weitere Informationen sind zu finden auf der Facebookseite von Radschlag.

Dogan Malicki

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