Büllingen lässt Pfarrhaus für den neuen Pastor herrichten

Durchgehend einstimmig und ohne Diskussion hat der Gemeinderat von Büllingen elf Tagesordnungspunkte abgehakt. Gleich fünf davon hatten mit dem Thema Kirche zu tun. So soll die Außenfassade des Turms an der Büllinger Pfarrkirche saniert werden. Das angrenzende Pfarrhaus wird auf Vordermann gebracht, weil dort der neue Pastor einziehen soll.

Pfarrhaus und Kirche Büllingen

Pfarrhaus und Kirche in Büllingen (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Der Manderfelder Albert Brodel wird Ende September als Pastor im Pfarrverband Büllingen eingeführt. Er wird künftig im Pfarrhaus wohnen.

Dazu lässt die Gemeinde das Gebäude in Eigenregie herrichten: Zuerst das Erdgeschoss für Arbeitszimmer, Sekretariat und Versammlungen. Im Winter wird dann die Wohnung im Obergeschoss renoviert.

Heizung, Sanitär, Elektroinstallation und Kücheneinrichtung seien schon sehr in die Jahre gekommen, erklärte Schöffe Wolfgang Reuter. Das Dachgeschoss soll isoliert werden.

Bis die Wohnung fertig ist, wird Albert Brodel in seinem Heimatdorf wohnen.

Pastor Hermann Pint, der noch als Hilfspfarrer tätig sein wird, ist schon in das alte Pfarrhaus in Rocherath umgezogen.

Kirchturm braucht neuen Anstrich

Die Außenfassade am denkmalgeschützten Kirchturm wird für rund 25.000 Euro saniert. Neben einer gründlichen Reinigung und einem neuen Anstrich soll auch der Putz erneuert werden, wenn sich während der Arbeiten fehlerhafte Stellen zeigen.

Die Kirchenfabrik St. Eligius hatte den Antrag gestellt, weil die Fassade sehr verschmutzt ist.

Woilfgang Reuter unterstrich, es sei wichtig, dafür die richtigen Materialien zu verwenden. In diesem Punkt habe man sich von der Königlichen Denkmal- und Landschaftsschutzkommission beraten lassen.

Bürgermeister Friedhelm Wirtz konnte sich nicht verkneifen, dass angesichts der breiten Zustimmung im Büllinger Gemeinderat wohl keine „Kirchturmpolitik“ betrieben werde.

Die verschmutzte Fassade der Kirche in Büllingen (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Die verschmutzte Fassade der Kirche in Büllingen (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Mehr Speicherkapazität für Trinkwasser

Als Teil ihres Trinkwasserkonzepts lässt die Gemeinde Büllingen den Hochbehälter Bolder neu bauen. So wird die Speicherkapazität deutlich erhöht, von jetzt 265 m³ auf dann 400 m³.

Die Gemeinde will künftig mindestens über den Wasserbedarf für anderthalb Tage an Reserven verfügen.

Der Neubau auf Bolder entsteht neben dem alten Behälter. Die Vorderseite wird in Bruchstein gemauert. Die Behälter verschwinden nach dem Bau wieder unter der Erde, damit eine gleichbleibende Temperatur gewährleistet werden kann.

Das Projekt soll im Herbst ausgeschrieben und im nächsten Jahr realisiert werden.

Die Kosten belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Diese Summe ist bislang nur zur Hälfte im Haushalt vorgesehen. Büllingens Bürgermeister Friedhelm Wirtz wies darauf hin, dass angesichts des schlechten Holzverkaufs das Geld in anderen Posten gefunden werden müsse.

Trinkwasserverordnung bleibt gültig

Die Büllinger Verordnung zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser bleibt noch mindestens zwei Wochen bestehen. Dann will man die Situation neu bewerten.

Stephan Pesch

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