Kelmis: Einführung der 30er-Zone nicht vor Oktober

Im Kelmiser Gemeinderat wurde am Montagabend die Einführung einer 30er-Zone diskutiert. Außerdem ging es auch um den möglichen Kauf einer Immobilie, die Finanzierung diverser Investitionen, die Gemeindeschulen Kelmis und Hergenrath und den Zustand des Kelmiser Schwimmbads.

30er-Zone (Bild: Pixabay)

Bild: Pixabay

Die Einführung einer 30er-Zone in Kelmis lässt noch auf sich warten. Das hat das Gemeindekollegium am Montagabend mitgeteilt. Die Ecolo-Fraktion hatte im Gemeinderat die Frage aufgeworfen, ob die Mehrheit an ihrem Vorhaben überhaupt noch festhalten möchte.

Mobilitäts-Schöffe Marc Langohr sagte, es gebe noch Klärungsbedarf. Es habe sich herausgestellt, dass es neue Gebiete gebe, die in Frage kommen, während andere vielleicht wieder von der Liste gestrichen werden könnten. Mit der Einführung der 30er-Zone ist in Kelmis nicht vor Oktober zu rechnen.

Kirchstraße 20

Umstritten war im Kelmiser Gemeinderat der mögliche Kauf einer Immobilie, die direkt gegenüber vom Rathaus liegt. Die Gemeinde Kelmis beabsichtigt den Kauf des Wohn- und Geschäftshauses in der Kirchstraße – Nummer 20. Die Mehrheit sieht dies als Chance für mehr Spielraum bei der Neugestaltung des Dorfzentrums.

Ecolo-Ratsmitglied Raimond Lenaerts wollte wissen, ob es wirklich ein allgemeines Interesse für die Gemeinde gebe oder ob dies Kamikaze-Management der Mehrheit sei.

Bürgermeister Luc Frank erwiderte, die aktuelle Eigentümerfamilie habe sich bereit erklärt, etwas für Kelmis zu machen, obwohl sie einen besseren Marktpreis erhalten könne. Es wäre ein fataler Fehler, wenn man wieder alles dem Zufall überlassen würde, so Frank. Überzeugen konnte das die Oppositionsfraktionen von PFF und Ecolo nicht. Sie stimmten gegen die Genehmigung der Kaufoption.

Investitionen

Der Kelmiser Gemeindehaushalt 2019 sieht die Aufnahme von Gemeindeanleihen für die Finanzierung folgender Investitionen vor:

  • Möbel Gemeindehaus: 100.000 Euro (laut Bürgermeister Frank noch von der alten Mehrheit bestellt)
  • Teerungen: 150.000 Euro
  • Anbau Gemeindeschule Kelmis: 277.250 Euro
  • Zuschuss an AGR für Fenster Museum: 57.138 Euro
  • Zuschuss an RFCU Kelmis für Investitionen am Stadion: 158.138 Euro
  • Leitungsbau neue Brunnenbohrung: 170.000 Euro
  • Erneuerung Kanal Aachener Straße – Mehrkosten: 80.000 Euro

Schulen, RenoWatt und Schwimmbad

Den Gemeindeschulen Kelmis und Hergenrath stehen zwei zusätzliche schulfreie Tage für das Schuljahr 2019-2020 zu. Für Kelmis sind das der 22. Mai und der 6. Juni. Für Hergenrath der 30. April und der 22. Mai.

Die Gemeinde Kelmis schließt sich dem Projekt RenoWatt an. Es zielt darauf ab, die Lokalen Behörden bei der energetischen Sanierung ihrer öffentlichen Gebäude zu unterstützen. Durch ein Beitrittsabkommen, mittels Unterstützung durch die Europäische Investitionsbank und Unterstützung der Wallonischen Region ist die Unterstützung der Gemeinde bis zur Ratifzierung völlig kostenfrei.

Der Zustand des Kelmiser Schwimmbads bleibt ein Dauerbrenner. Wie in der Fragestunde bekannt wurde, haben sich wieder Fliesen gelöst. Laut Schöffe Marc Langohr laufen Gespräche mit den Verantwortlichen. Genaueres werde man in der nächsten Gemeinderatssitzung mitteilen.

Die Gemeinde will prüfen, ob sich die Anschaffung von Sitzbänken lohnt. Im Rat wurde angeregt, dass Sitzbänke vor allem von älteren Menschen für eine Verschnaufpause auf ihrem Fußweg genutzt werden könnten.

Während der Gemeinderatssitzung am Montag wurde auch ein neues Kamerasystem im Ratssaal getestet. Ziel ist, schon die übernächste Kelmiser Gemeinderatssitzung live im Internet zu streamen.

Manuel Zimmermann

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