Jubiläum: Eupener Sport- und Ferienlager zum 60. Mal gestartet

In Eupen ist am Montag das traditionelle Sport-und Ferienlager gestartet. Bereits am ersten Tag sind rund 200 Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren eingeschrieben worden. In der letzten Woche ist bereits das Sommerlager für Kinder im Alter von drei und vier Jahren gestartet. Dabei legen die Veranstalter des Sport- und Ferienlagers Wert darauf, dass ihr Ferienangebot für mehr als nur Kinderbetreuung steht.

Bild: Manuel Zimmermann/BRF

Sport- und Ferienlager in Eupen (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Rein in die Sportsachen, rauf auf den Sportplatz. Für Hunderte Jugendliche ist in Eupen wieder Bewegung angesagt – und das schon seit 60 Jahren. Ein Angebot, das viele berufstätige Eltern nicht mehr missen wollen. Das Eupener Sport- und Ferienlager ist im Vergleich zu anderen Ferienaktivitäten recht günstig (45 Euro pro Woche, 13 Euro pro Tag). Man muss die Kinder vorab nicht anmelden. Und es ist egal, ob die Kinder tageweise oder ganze drei Wochen am Stück teilnehmen.

Die Veranstalter des Sport- und Ferienlagers verstehen sich aber nicht einfach nur als Aufpasser, sagt die Geschäftsführerin des Eupener Sportbunds, Anne Brüll. „Wir wollen nicht nur Babysitter sein, sondern ein qualitativ hochwertiges Angebot für die Kinder schaffen. Dabei wollen wir auch Zugang zu verschiedenen Bewegungsformen und Sportarten schaffen. Vielleicht finden die Kinder so etwas, das ihnen Spaß macht, oder sogar einen Sportverein, bei dem sie einsteigen werden.“

Auch die Sportvereine haben also ein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Sport- und Ferienlager. Es ist ein ideales Schaufenster für Sportarten, die in Ostbelgien vielleicht noch nicht so verbreitet sind. „Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder Kooperationen mit zwei bis drei Vereinen pro Sportlager“, erklärt Brüll. „Die kommen dann entweder zu uns und übernehmen Animationen oder wir gehen zu ihnen, wie zum Beispiel zum Tennisclub in der Unterstadt, wo wir zum ersten mal Padel anbieten.“

Zum ersten Mal also mit dabei: Padel. Sieht aus wie Tennis im Squashformat. Der Sport- und Ferienlageranimator bekommt dabei Unterstützung von Padeltrainer Hans-Jürgen Werner.

Pauline und Marie sind in der Gruppe der 14- und 15-jährigen Mädchen. Ihr Urteil nach zwei Stunden Padel: „Interessant“, sagt Pauline. Und Marie fügt noch hinzu: „Es ist mal was anderes als Tennis. Und ich finde es anstrengender.“

Es hat Spaß gemacht. Aber reicht das, um als neues Hobby in Frage zu kommen? „Ja, könnte ich mir vorstellen, wäre aber sehr anstrengend“, sagt Marie. Pauline ist da anderer Meinung: „Nein, das wäre nichts für mich“. Aber vielleicht ist ja ein anderer Teilnehmer überzeugt worden im 60. und mit Sicherheit nicht letzten Eupener Sport- und Ferienlager.

Alle Infos zum Sport- und Ferienlager gibt es auch unter Eupenersportbund.be.

Manuel Zimmermann

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