Camping zu Hause: Die Vorteile des Lebens im Freien

Bald heißt es für viele Menschen wieder: Ab in den Urlaub. Aber, man muss diesen Sommer nicht unbedingt in Urlaub fahren, um sich wie neugeboren zu fühlen. Um seine Batterien aufzuladen, kann man einfach die Vorteile des Lebens im Freien genießen.

Olivenbaum

Illustrationsbild: Pixabay

Das Leben im Freien hat Vorteile, wenn man es sich besonders gemütlich macht, sagt die klinische Psychologin Jolien Cobbaert: „Wir Menschen müssen wieder dem Rhythmus der Natur folgen. Früher haben wir draußen gewohnt und nur zum Schutz eine Unterkunft gesucht“, erklärt sie.

Im Laufe der Zeit hat sich das geändert und heute sind wir viel mehr drinnen als draußen. Wir haben feste Arbeitszeiten und nicht mehr den Luxus, dem Rhythmus der Natur zu folgen. Trotzdem rät Cobbaert jedem, so viel wie möglich nach draußen zu gehen. Dort finden wir die frischeste Luft mit dem meisten Sauerstoff. Mehr davon ist gut für unser Gehirn und unsere Organe.

Ihr ultimativer Tipp, auch wenn man wenig Zeit hat.: „Setzen Sie sich nach dem Aufwachen zehn Minuten lang in Ihren Garten oder auf Ihre Terrasse, wenn nötig mit einer Decke.“ Das habe – zumindest bei ihr – den gleichen Effekt, als würde man eine Tasse Kaffee trinken.

Schlafen im Freien

„Es wurden nicht so viele wissenschaftliche Untersuchungen zum Schlafen im Freien durchgeführt“, sagt die Psychologin und Schlafexpertin Annelies Smolders. Dennoch schlafen viele Menschen im Freien besser. Warum? Nicht nur die Luftqualität ist besser als in der Wohnung. Menschen, die zelten, wissen, dass die Wahrscheinlichkeit geringer ist, an einem Bildschirm zu kleben oder Gelegenheitsarbeiten zu machen.

Diese Menschen haben dann ein Urlaubsgefühl, das sie besser schlafen lässt. Natürlich gibt es Menschen, die draußen nicht gut schlafen. Die hören plötzlich, wie viele Vögel nachts im Garten sitzen. Diese Menschen vermissen den Luxus des eigenen Schlafzimmers. Das sind aber auch oft die Menschen, die im Urlaub nicht gut schlafen.

Unsere biologische Uhr ist nicht nur für unseren Schlaf verantwortlich, sondern auch für unsere Körpertemperatur. Und diese beiden sind laut Annelies Smolders eng miteinander verbunden: „Abends kühlt sich unser Körper ab und macht uns schläfrig. Bei einem Morgentyp geschieht dies viel früher als bei einem Abendtyp.“ Der Morgentyp erwärmt sich morgens auch früher, als die Abendtypen, die morgens häufig einen niedrigeren Blutdruck haben und länger brauchen, bis ihr Organismus wieder auf Hochtouren läuft.

Das heißt: Die Morgentypen bewegen sich schneller von einem festen Schlaf zu einem leichten Schlaf. Wenn sie in den frühen Sommermorgenstunden dann von natürlichem Tageslicht geweckt werden, schlafen sie nicht mehr ein. Deshalb fällt es ihnen oft schwerer, draußen auszuschlafen, als den Abendtypen.

hln/mz

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