Opa missbraucht Enkelinnen, Oma kocht Milchreis

Ein früherer Laienpriester der neuapostolischen Kirche hat den sexuellen Missbrauch seiner beiden Enkelinnen im Kindesalter gestanden.

Er schäme sich über alle Maßen, hieß es in einer von seinem Anwalt zum Prozessbeginn im Landgericht Aachen verlesenen Erklärung. Es sei vier Mal zu sexuellen Übergriffen gekommen und nicht wie angeklagt 73 Mal. Seine mitangeklagte Frau habe nichts davon gewusst, stellte der heute 75-Jährige in der Erklärung fest.

Die ältere Enkelin war damals zwischen vier und sechs Jahre alt, die jüngere zwischen drei und fünf Jahre. Sie sind Nebenklägerinnen und sagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus.

Der Angeklagte war nach eigenen Angaben über Jahrzehnte Seelsorger und Lehrbeauftragter für Kinder in der Apostolischen Kirche.

Zwischen 2001 und 2003 soll der Opa laut Anklage seine ältere Enkelin in seinem Wohnzimmer in Aachen in unterschiedlicher Intensität 73 Mal missbraucht haben, in einem weiteren Fall im Schlafzimmer gemeinsam mit der jüngeren Schwester. Seine 68 Jahre alte Frau habe die Tür zugemacht und Milchreis als „Belohnung“ gekocht.

dpa/rs

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