Platz zwei für RSI Eupen beim CanSat-Wettbewerb

Auf dem Flugplatz des Lagers Elsenborn ist letzte Woche das Finale des CanSat-Wettbewerbs ausgetragen worden. Bei dem Wettbewerb bauen Schüler des 5. Sekundarjahres einen "Satelliten" in Coladosen-Größe, schießen ihn mit einer Rakete in die Luft und führen damit Messungen durch. Das Team "Start Elektronik" des Robert-Schuman-Instituts belegte dabei den zweiten Platz.

RSI-Lehrer Etienne Simar (l) und Hanna Loewenau (r) mit den Schülern Jérôme Bragard (2vl), Cedric Dückers (vorn) und Maxime Voisin (3vl) (Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF)

RSI-Lehrer Etienne Simar (l) und Hanna Loewenau (r) mit den Schülern Jérôme Bragard (2vl), Cedric Dückers (vorn) und Maxime Voisin (3vl) (Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF)

Große Spannung im Team Start Elektronik. Sie sind die Ersten, die ihren „Satelliten“ mit der Rakete starten sollen. Doch es scheint Probleme zu geben. „Wir hatten Probleme mit dem GPS-Modul. Es wollte nicht laufen, das war ziemlich komisch.“

„Wir mussten das an den PC hängen, dann wieder abstecken. Beim Testlauf funktionierte es und heute gab es keine Daten mehr heraus. Das haben wir jetzt drei, vier Mal versucht – und beim fünften Mal hat es dann doch geklappt“, sagt Cedric Dückers.

Ziel des Wettbewerbs CanSat – Can ist englisch für Dose und Sat steht für Satellit – ist es, mit dem Satelliten „Missionen“ auszuführen, Daten auszuwerten und zu präsentieren. Das erfordert gute Kenntnisse in Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und anderen Fächern.

„Wir messen vier Mal die Temperatur, haben vier verschiedene Temperatursensoren. Wir messen den Luftdruck und dadurch auch automatisch die Höhe. Wir messen den CO2-Gehalt der Luft, den Feinstaubpartikelgehalt der Luft. Feuchtigkeit messen wir auch noch. Und dann halt nochmal die GPS-Koordinaten – zum Wiederfinden.“

CanSat-Wettbewerb in Elsenborn (Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF)

Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF

Neben dem Team aus Eupen gibt es noch elf weitere Teams aus ganz Belgien. Das Gewinnerteam darf Belgien bei dem europäischen CanSat-Wettbewerb im Juni in Italien vertreten. Dementsprechend aufgeregt ist das Team kurz vor dem Start. „Also wir sind alle schon etwas nervös. Vor allem die Lehrer!“

Seit November hat das Team an seinem „Satelliten“ gebastelt und dafür die ein oder andere Schulpause geopfert. „Die größte Herausforderung war, das GPS-Modul zu programmieren. Das war echt eine schwierige Arbeit, da es mit den anderen Modulen nicht richtig klar kam. Da einen Mittelweg zu finden, das war echt mühsam.“

Bis auf 1000 Meter wird die Rakete geschossen. Sie lässt die „Satelliten“ mit einem Fallschirm frei. Dann heißt es warten – bis die Ergebnisse eintreffen. Die Daten werden ausgewertet, auf dieser Grundlage schreibt das Team einen Abschlussbericht, der von der Jury mit dem zweiten Platz belohnt wird. Die Veranstalter hoffen, dass einige der Schüler sich in den Bereichen weiterentwickeln werden.

CanSat-Wettbewerb in Elsenborn (Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF)

Maxime und Cedric verfolgen den Flug der „CanSat“ (Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF)

Platzierungen

1. Team IsaTwo vom Collège Saint-Pierre aus Uccle
2. Team Start Elektronik vom Robert Schumann Institut aus Eupen
3. Team Chemisky von Institut Sainte-Ursule aus Forest

Das Team IsaTwo vertritt Belgien beim europäischen CanSat-Wettbewerb im Juni in Italien.

mls/km