Lontzen: Richtlinienprogramm ohne grüne Energie?

Der Lontzener Gemeinderat ist Montagabend mit einer Schweigeminute für den verstorbenen ehemaligen Bürgermeister Alfred Lecerf gestartet. Lecerf habe viel für die Gemeinde geleistet, sagte sein Nachfolger Patrick Thevissen. Wichtigster Tagesordnungspunkt der Sitzung selbst war die Billigung des Richtlinienprogramms der Mehrheit.

Rathaus von Lontzen

Bild: Julien Claessen/BRF

Das Richtlinienprogramm legt die Leitlinien des Kollegiums für die kommende Legislatur fest. Es entspricht weitgehend dem Wahlprogramm der Fraktionen Energie und Ecolo.

Schwerpunkte sind unter anderem die Sicherheit, die Schulen, die Vereinswelt und die Dorfentwicklung. Ökologie und Nachhaltigkeit sind übergeordnete Themen, die sich durch alle Politikbereiche ziehen sollen.

Von der Opposition gab es ein gemischtes Feedback. Sonja Clooth von der Liste plus freute sich, dass einige Punkte sich mit dem Wahlprogramm ihrer Liste decken. Das Programm enthalte gute Initiativen und man wollte es mittragen, so Clooth.

Kritischere Töne kamen von der Union. Roger Franssen lobte zwar die Initiativen im Richtlinienprogramm, fand das Dokument an sich aber zu theoretisch, nicht konkret genug und ohne roten Faden. Wo bleibt die grüne Energie? fragte er.

Yannick Heuschen erwiderte, der rote Faden seien die Bürgerbeteiligung, die Ökologie und die Weitsicht in politischen Entscheidungen.

Verkehrsmessungen

Die Gemeinde Lontzen will umfassende Verkehrsmessungen durchführen lassen. So will sie den Wegeunterhalt besser planen. Lontzen verfüge bald über ein Straßen- und Verkehrskataster, so der zuständige Schöffe.

Die Verkehrsmessungen sollen dieses Instrument ergänzen, damit die Straßen, die am meisten befahren werden, auch prioritär instand gesetzt werden können.

Die Messungen sollen während 14 Tagen an 18 Punkten der Gemeinde Lontzen stattfinden. Die geschätzten Kosten liegen bei 7.000 Euro.

Anne Kelleter

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