Gemeinde Kelmis will besser mit den Bürgern kommunizieren

Mit den Stimmen der CSP-SP-Mehrheit hat der Kelmiser Gemeinderat Montagabend das Richtlinienprogramm für die neue Legislaturperiode verabschiedet. Es legt die wichtigsten Ziele und Projekte bis zum Jahr 2024 fest. Die Oppositionsfraktionen von PFF und Ecolo stimmten gegen das Programm.

Rathaus Kelmis

Bild: Julien Claessen/BRF

15 Punkte bilden die Grundlage für die Arbeit der neuen Mehrheit. „Die Gemeinde möchte Partner der Bürger sein“, sagte Bürgermeister Luc Frank (CSP) bei der Gemeinderatssitzung Montagabend. Es soll besser kommuniziert werden, Soziales und Sicherheit sollen im Mittelpunkt stehen.

In Sachen ehrlicher Kommunikation wurde Schöffin Nadine Rotheudt (SP) auch gleich konkret: Kelmis habe die höchste Kinderarmut in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Es gebe Kinder, die ohne Butterbrot zu Schule geschickt würden. Diese Kinder seien dankbar, wenn sie von der Schule eine warme Suppe spendiert bekämen.

Das Richtlinienprogramm hat Oppositionssprecher Max Munnix (PFF) nicht überzeugt. Die neue Mehrheit wolle sich scheinbar auf Basis der schon geleisteten Arbeit der alten Koalition ausruhen, so der ehemalige Schöffe.

Raymond Lenaerts (Ecolo) erklärte, es fehle eine Vision für Kelmis. Oder die Antwort auf die Frage, wie Kelmis in 20 Jahren aussehen könnte.

Entwicklungskonzept und Gebührenordnung

Bürgermeister Frank kündigte eine Art regionales Entwicklungskonzept für Kelmis an. Dazu wolle man auch mit der niederländischen Nachbargemeinde Vaals zusammenarbeiten. Dort habe man so ein Zukunftsprojekt vor zehn Jahren gestartet, so Frank.

Der Gemeinderat entschied auch, dass die AGR Galmei einen Kassenkredit von 150.000 Euro erhalten soll. Die Gemeinde übernimmt die Deckung des Kredits.

Rückwirkend zum 1. Januar 2019 tritt in Kelmis eine neue Gebührenordnung für den Materialverleih in Kraft. Um die Vereine bei der Organisation von Veranstaltungen zu unterstützen, werden die Mieten, Lohn- und Materialkosten (mit Ausnahme der Plakatierung) gestrichen. Die Kautionssumme für Ausleihmaterial wird zudem von 1.500 Euro auf 750 Euro reduziert.

Die Gemeinde plant den Ankauf von Mobiliar und den Kauf einer Beschallungsanlage für das Gemeindehaus. Dadurch soll der Rathaussaal polyvalent genutzt werden können. Der Schätzpreis liegt bei maximal 30.000 Euro.

Der Gemeinderat von Kelmis kümmert sich auch um die kleinen Dinge des Lebens: Der Hundeauslaufpark am Koulgelände soll ein Auffangnetz erhalten. Der Hintergrund: Der Ball eines Kindes war in den Bereich gefallen. Ein Hund (Täterbeschreibung: groß) hatte den Ball daraufhin zerbissen. Da der Hundehalter den Schaden nicht beglichen hat, soll das Kind nun einen neuen Ball von der Gemeinde erhalten. Geschätzter Wert: 10 bis 20 Euro. Kelmis plant jetzt einen Verhaltenskodex für das Hundeauslaufgelände. Es dürfte sich vor allem an die Hundehalter richten…

Manuel Zimmermann

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