WHO lädt zum Bürgergipfel nach Eupen

Im Gesundheitswesen steht der Patient oft nicht an erster Stelle - so könnte man das Fazit aus dem WHO-Bürgergipfel zusammenfassen. Rund 60 Bürger aus der Provinz Lüttich, die Hälfte davon aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft, haben am Samstag im Kloster Heidberg an einer Tagung über die Gesundheitsversorgung im Grenzgebiet teilgenommen.

Brigitte van der Zanden (Bild: BRF)

Brigitte van der Zanden (Bild: BRF)

Wenn es um Verbesserungen im Gesundheitswesen geht, werden die Bürger meistens nicht gefragt. Das sollte der Bürgergipfel ändern. Statt Fachkräften sollten die Patienten zu Wort kommen. In verschiedenen Ateliers ging es um Themen wie Gleichheit, Prävention oder grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Das Ziel lautete herauszufinden, was die Patienten wollen. Denn ihre Interessen stehen zu oft hinter denen der Fachkräfte, Institutionen und Pharmakonzerne. „Die Bürger haben sehr gute Themen nach vorne gebracht. Zum Beispiel die Frage, wie die ‚Professionals‘ mit den Bürgern umgehen“, sagt Brigitte van der Zanden von der Stiftung euPrevent. Ihre Organisation setzt sich für die Zusammenarbeit von Gesundheitsorganisationen in der Euregio ein.

Für sie gelte es, sowohl in der Behandlung von Patienten als auch in der Prävention grenzüberschreitend besser zusammenzuarbeiten. Van der Zanden sieht Grenzregionen in der Gesundheitsversorgung im Vergleich zum Landesinneren benachteiligt. Eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarländern solle diesen Nachteil ausgleichen.

WHO-Bürgergipfel in Eupen (Bild: Anne Kelleter/BRF)

WHO-Bürgergipfel in Eupen (Bild: Anne Kelleter/BRF)

Anne Kelleter

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