Bergbau: Gemeindeübergreifende Arbeitsgruppe tagt zum ersten Mal

Mit der Regulierung des Bergbaus befasst sich eine gemeindeübergreifende Arbeitsgruppe. Sie tagt am Dienstagabend zum ersten Mal. Hintergrund sind die Pläne des Unternehmens Walzinc, wieder Zink- und Bleierz in Ostbelgien zu schürfen.

Schlägel und Eisen: Zeichen des Bergbaus

Illustrationsbild: Pixabay

Noch hat Walzinc keine Genehmigung. Wegen Prozedurfehlern wurden Probebohrungen untersagt. Doch die betroffenen Gemeinden wollen sich wappnen. Denn die Pläne des Unternehmens sind gewaltig: Auf einer Gesamtfläche von 146 Quadratkilometern will Walzinc bis zu acht Millionen Tonnen Zink- und Bleierz schürfen.

Betroffen sein könnten neun Gemeinden: Eupen, Kelmis, Lontzen, Raeren, Aubel, Baelen, Bleyberg, Limbourg und Welkenraedt. Sie haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, in der auch die Regionalabgeordnete Jenny Baltus-Möres (PFF) als Eupener Stadtverordnete vertreten ist.

Nach ihren Angaben wollen sich Politiker und Bürger mit der aktuellen Reform des Minendekrets befassen, das den Umgang mit unterirdischen Ressourcen regelt, und gegebenenfalls Abänderungsvorschläge formulieren. Den Entwurf hat der Wallonische Städte- und Gemeindeverband kritisiert und gewarnt, er sei ein Rückschritt für die Gemeinden.

Neben der gemeindeübergreifenden Arbeitsgruppe gibt es in Kelmis eine Sonderkommission zum Thema Bergbau. Außerdem soll ein Begleitausschuss eingesetzt werden, sobald ein neuer Antrag der Firma Walzinc vorliegt.

mb

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