Bergviertel Eupen: Neue Ideen fürs Miteinander

Etwa 1.750 Menschen aus rund 50 Nationen leben im Eupener Bergviertel - ein Stadtteil mit enormen Herausforderungen, besonders im Hinblick auf das soziale Miteinander der Anwohner. Da sind gute Ideen willkommen. Und deshalb hatte man in der Adventszeit zu einer Ideenbörse eingeladen. Was ist daraus geworden?

Im Park Loten im Herzen des Bergviertels durften im Dezember Wünsche und Ideen geäußert werden. Gesucht wurden Vorschläge, die die Lebensqualität und das soziale Miteinander im Eupener Bergviertel stärken sollen.

Eine Veranstaltung, die sich gelohnt habe, sagt Viertel- und Projektmanager Benjamin Fleig. Auch weil einige Wünsche mehrfach geäußert wurden. „Bei der Ideenbörse haben wir viele Wünsche und Ideen zusammengetragen. Ganz weit oben stand eine Beleuchtung, damit der Park nachts besser beleuchtet wird und man sicherer hier durchgehen kann. Ganz weit oben stand auch eine Tischtennisplatte. Ein Kind hat sich auch eine Achterbahn gewünscht“, erzählt Fleig.

Dieser Kinderwunsch wird wohl ein Traum bleiben. Eine Tischtennisplatte und mehr Nachtlicht im Park Loten lassen sich da bestimmt einfacher einrichten. Der Park als eine Art Wohlfühloase liegt den Anwohnern jedenfalls sehr am Herzen.

Die Ideenphase läuft noch bis Ende Januar. Dann soll ausgewertet und entschieden werden, welche Vorschläge den größten Sinn machen. Nicht Benjamin Fleig trifft die letzte Entscheidung, sondern die Anwohner zusammen mit der Stadtverwaltung.

Auch aus praktischen Gründen bietet sich der Park Loten als sozialer Treffpunkt an. Viele Anwohner haben keinen eigenen Garten. Deshalb wurden hier bereits kleine Flächen angeboten, die von Anwohnern zur Pflege eines Gemüsegartens gepachtet werden können.

Letztendlich gehe es aber nicht nur um die Anschaffung von neuen Objekten im Park, sondern um Initiativen, die auch andauern. „Es kam auch selbst aus der Nachbarschaft der Wunsch, dass das Initiativen sein sollen, die sich auch über das Projektende tragen. Es geht nicht darum, hier etwas hinzusetzen – und dann war es das. Ich möchte auch die Nachbarschaft mit einbinden, um eine soziale Kohäsion zu schaffen“, so Fleig.

Wer noch Fragen oder Ideen hat, kann Benjamin Fleig auch nach Ende der Ideenphase anschreiben (benjamin.fleig@eupen.be) oder persönlich im Animationszentrum Ephata treffen (jeden ersten Freitag im Monat von 15:30 bis 16:30 Uhr).

Manuel Zimmermann

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