Amel rechnet mit weniger Holzverkauf und investiert in Wasser und Wege

Der Gemeinderat von Amel sieht im Haushaltsplan für das Jahr 2019 noch Investitionen von annähernd 3 Millionen Euro vor. Unter anderem investiert die Gemeinde weiter in die Trinkwasserversorgung.

WasserwerkWolfbusch

Das neue Wasserwerk am Wolfsbusch (Bild: Stephan Pesch).

So sollen noch im Frühjahr die Wasserleitungen verlegt werden, um die Ortschaften Deidenberg und Montenau-Iveldingen an das Wasserwerk am Wolfsbusch anzuschließen. Die Kosten dafür liegen bei knapp 130.000 Euro. Der Wasserpreis bleibt in Amel trotz der Investitionen bis auf Weiteres unverändert.

Löwenanteil für Wegewesen

Den Großteil der Investitionen von 2.872.580 Euro machen aber die Neugestaltung eines Weges in Halenfeld (1,1 Millionen Euro für den Straßenbau und 80.000 Euro für die Wasserleitung) sowie der Unterhalt von Wegen und Bürgersteigen (500.000 Euro) aus.

Die Gemeinde Amel geht davon aus, dass der Holzverkauf auch im kommenden Jahr deutlich unter den Ergebnissen der Vorjahre liegen wird. Gerade mal 350.000 Euro an Einnahmen aus dem Holzverkauf stehen im neuen Budget. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 1,8 Millionen. Schuld ist vor allem der Borkenkäfer.

Dennoch stehe man nicht auf der Investitionsbremse, sagte Amels neuer Bürgermeister Erik Wiesemes. Die Reserven sind zwar aufgebraucht, für viele kleine und größere Projekte. Aber dann müssten eben andere Einnahmequellen her, wie der geplante Windpark mit der Gemeinde Büllingen. Oder die Energiekosten müssten durch Isolierungsmaßnahmen gesenkt werden.

Keine neuen Steuern

Jedenfalls müsse die Gemeinde Amel weder die Steuern erhöhen noch neue Schulden machen. Ab 2022 könnte sie sogar schuldenfrei sein. Der Verwaltungshaushalt ergibt bei Einnahmen von 9.232.984 Euro und Ausgaben von 9.318.771 Euro ein leichtes Plus.

Ratsmitglied Erik Veithen wünschte sich einen Austausch mit den Vereinen, um gegebenenfalls deren Bezuschussung zu ändern. Die neue Schöffin Anna Pauels sagte mit einem klaren „Ja“ prompt zu, auch einen Vertreter der Opposition einzuladen. Ihr Vorgänger in dieser Materie, Stephan Wiesemes, erinnerte daran, dass es schon 2013 einen solchen Austausch mit den Vereinsvorständen gegeben habe. Die Funktionszuschüsse wurden daraufhin an den Index angepasst – Klagen seien ihm seitdem nicht zu Ohren gekommen.

Ähnlich sei es bei den Tourismusanbietern. Gary Jost hatte angeregt, ihnen bei den Gebühren etwa für Campingstellplätze entgegenzukommen und so auch nach außen ein Zeichen zu setzen. Stephan Wiesemes entgegnete ihm, dass die Gemeinde Amel schon attraktiv sei und auch einiges in den Tourismus investiert habe.

Opposition vermisst Akzente

Berthold Müller sähe anstelle der beiden angefragten festen Radargeräte in Mirfeld und auf Medell/Hochkreuz (150.000 Euro) lieber eine Abstandsmessung – am besten finanziert über ein Leasing, wie es Gary Jost auch für neue Laptops in den Schuljahrgängen fünf und sechs anregte. Das werde die Gemeinde nur etwa 14.000 Euro kosten, wenn die Deutschsprachige Gemeinschaft die Anschaffungskosten bezuschusst.

Erik Wiesemes unterstrich, dass es aber auch die Schuljahre eins bis vier gebe. Und beim Informatikmaterial in den Schulen mache der neue Schulschöffe Patrick Heyen sowieso erst eine umfassende Bestandsaufnahme mit den drei Schulleitern.

Während der ordentliche Haushalt einstimmig verabschiedet wurde, stimmte Berthold Müller wegen „einiger fehlender Akzente“ gegen den Investitionshaushalt, Gary Jost enthielt sich der Stimme.

Neuer Sendemast in Hepscheid

Der Mobilfunkanbieter Orange wird an der Regionalstraße zwischen Amel und Büllingen, gleich bei der Wasseraufbereitungsanlage in Hepscheid, einen Sendemast errichten. Der Ameler Gemeinderat genehmigte einen Mietvertrag für das betreffende Gelände. Er sieht eine Laufzeit von 20 Jahren vor.

Mit dem neuen Sendemast soll der Mobilfunk in den Ortschaften Hepscheid, Heppenbach, Halenfeld und Möderscheid verbessert werden.

Stephan Pesch

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