Schlussakkord für Bütgenbacher Gemeinderat

Der Gemeinderat von Bütgenbach hat bei der Anpassung des Haushalts 75.000 Euro für den Kauf von Rohwasser eingetragen. Das Thema bot Anlass zu einer ausführlichen Debatte.

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Bütgenbacher Gemeinderat (Foto: BRF/Archiv)

Wegen der anhaltenden Trockenheit greift Bütgenbach auf Wasser vom deutschen Perlenbachverband zurück. Bislang fielen knapp 30.000 Euro an Kosten an. Diese werden aber frühestens auf den Wasserpreis 2020 angerechnet werden können.

Die Opposition stieß sich daran, dass die Wassertransporte am 14. Oktober begonnen hätten – praktisch mit Schließung der Wahlbüros. Außerdem forderte sie eine zeitige und umfassende Information des Gemeinderates und der Bevölkerung.

Aneinander vorbeigeredet

Ob bei der Trinkwasserdebatte oder bei der Ausbesserung der Fugen an der Friedshofsmauer in Bütgenbach: Auf seiner letzten Sitzung bot der Bütgenbacher Gemeinderat nochmal ein Paradebeispiel. Da warf man sich gegenseitig Versäumnisse vor, wärmte längst abgeschlossene Diskussionen auf und redete aneinander vorbei.

Immerhin, es gab sie auch: die heiteren Momente. Und in vielen Punkten ist man gar nicht so weit voneinander entfernt.

Gerade die altgedienten Ratsmitglieder hätten sich einen schöneren Abschied gönnen sollen, vor einem großen Publikum, darunter viele neue Ratsmitglieder.

Zehn neue Ratsmitglieder

Von den 17 aktuellen sitzen ab dem 3. Dezember nur noch sieben im neuen Gemeinderat. Vielleicht klappt es dann besser mit der Zusammenarbeit zwischen Mehrheit und Opposition, wünschte sich Maurice Christen.

Vielleicht greifen die „Neuen“ auch die Anregungen von Erika Margraff und Inge Schommer auf, indem sie die Bürger überzeugen, Trinkwasser, Energie oder Müll zu sparen.

Ganz sicher werden sie, was Emil Dannemark zum Abschied festhielt: jeder auf seine Weise versuchen, das Beste für die Gemeinde zu tun.

Stephan Pesch