Fit für die Zukunft: Kino Scala Büllingen investiert in neue Technologien

Das Kino Scala in Büllingen feiert am 1. November eine Premiere. Als erstes belgisches Kino projiziert es Filme mit einer neuen Bildtechnologie: Eclair Color verspricht ein spektakuläres visuelles Erlebnis.

Archivbild: BRF

Eclair Color verspricht ein brillanteres Bild: naturgetreue reiche Farben, mehr Kontrast und Tiefenschärfe. Die neue Technologie ermöglicht es, Filme zu zeigen, die im hochauflösenden HDR-Aufnahmeverfahren gedreht wurden.

„Wir sind froh, dass wir hier in Belgien das erste Kino sind, dass diese Technik anwenden kann. Möglich wird das durch unser Doppelprojektionssystem, das wir im bestehenden alten Saal eingerichtet haben. Wir haben die Zertifizierung bekommen und am 1. November geht es los“, erklärt Rainer Stoffels vom Kino Scala.

Erster Film ist „Ballon“ von Michael Bully Herbig. Eine Woche lang zeigt das Kino Scala die belgische Vorpremiere des deutschen Films. Er erzählt die spektakuläre Flucht zweier ostdeutscher Familien aus der DDR.

Noch gibt es noch nicht so viele Filme, die in dem neuen Verfahren gedreht wurden. „Maximal zehn Prozent der Filme werden in dem Verfahren gedreht. Aber es ist so wie bei jeder neuen Technologie“, so Stoffels. „Wir denken, dass die Eclair-Color-Technologie sich zum Standard der Filmproduktion entwickeln wird.“ Umfragen bestätigen jedenfalls ein tolles visuelles Erlebnis.

Das Büllinger Privatkino hat aber nicht nur eine neue Bildtechnik. Im Juli wurde auch eine zweiter Saal fertiggestellt. In dem Anbau können noch einmal über 100 Zuschauer Platz nehmen. Technisch ist dieser Saal mit einer Laserprojektion ausgestattet und mit einem Dolby-Atmos-Tonsystem. „Das Tonerlebnis ist nicht zu toppen. Es gibt nicht nur Seitenlautsprecher, sondern auch Lautsprecher an der Decke. Die Filme sind auch speziell in diesem Verfahren abgedreht worden.“

Der zweite Saal ermöglicht dem Büllinger Kino eine Ausweitung und auch eine Differenzierung des Programms: „dass wir mehr anspruchsvolle Filme ins Programm nehmen können und auch über eine längere Periode zeigen können. Bei einem Saal war das recht schwierig.“

„Jetzt haben wir die Möglichkeit mit zwei Sälen, dass wir Filme, die nicht so einen hohen Zuschauerzuspruch haben, länger im Programm halten können.“ Durch diese Investitionen, so Stoffels, könne die Zukunft des Kinos in dem dünn besiedelten ländlichen Gebiet langfristig gesichert werden.

mb/km

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