Kernspin-Tomographie auch in Eupen möglich

Er steht in Eupen, ist 5,6 Tonnen schwer, sein Magnetfeld ist 15.000 mal stärker als das Magnetfeld der Erde und am Mittwoch ging er offiziell in Betrieb. Das St-Nikolaus-Hospital in Eupen hat einen hochmodernen Magnet-Resonanz-Tomographen angeschafft. Am Mittwoch war Einweihung.

Neuer Magnet-Resonanz-Tomograph im Eupener Krankenhaus

Bild: Manuel Zimmermann/BRF

Sigma Artist heißt das neueste Schmuckstück im Eupener Krankenhaus. Die High-End-Maschine stammt von General Electric und hat rund eine Million Euro gekostet. Das Gerät steht in einem eigenen Neubau und soll nicht nur die Arbeit der Ärzte auf der radiologischen Station erleichtern. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir den Patienten ein ganz modernes Untersuchungsgerät zur Verfügung stellen können, bei dem der Patient ohne Röntgenstrahlen und invasive Maßnahmen untersucht werden kann“, sagt Dr. Dang Thanh Nguyen, Radiologe im St.-Nikolaus-Hospital in Eupen. „Und die Wartezeiten für die Patienten in der Umgebung werden sich hierdurch auch drastisch verkürzen.“

Für das St.-Nikolaus-Hospital ist es ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Qualität seiner Dienste. Ein wichtiger Aspekt für den Standort Eupen, so der Direktor. „Ein MRT-Gerät ist natürlich ein sehr wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung im Norden Ostbelgiens“, sagt René Jost. „Ich denke, jedes Krankenhaus, das in Zukunft einen kompletten gesundheitlichen Service anbieten möchte, braucht ein solches Gerät.“

Gut gelaunt und froh zeigte sich auch Gesundheitsminister Antonios Antoniadis. Er sprach sogar von einem historischen Tag für das Eupener Krankenhaus – „für die Gesundheitsversorgung in Ostbelgien, speziell im Eupener Land, aus wirtschaftlicher Sicht, denn es sichert den Standort Ostbelgien und drittens in Hinblick auf den Zwist zwischen Nord und Süd vor elf Jahren, als das MRT-Gerät nach St. Vith ging“, so Antoniadis. „Dass wir jetzt für 76.000 Einwohner zwei MRT-Geräte haben, ist mitunter auch der Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu verdanken.“

Das St. Vither Krankenhaus arbeitet bereits seit 2007 mit einem Magnet-Resonanz-Tomographen. Von einer Konkurrenz-Situation könne aber keine Rede sein. „Ganz im Gegenteil“, sagt Ingrid Mertes, Direktorin der Klinik St. Josef in St. Vith. „Die langen Wartezeiten dürften jetzt sinken. Es gibt außerdem eine steigende Nachfrage, d.h. es gibt Arbeit für alle MRT in Belgien.“

Ende gut, alles gut. Da waren sich am Mittwoch alle Anwesenden einig. Der neue Magnet-Resonanz-Tomograph im St.-Nikolaus-Hospital ist ein weiterer Meilenstein für die regionale Gesundheitsversorgung. Noch besser ist, wenn man erst gar nicht rein muss.

mz/mg

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