Der Dom leuchtet: 40 Jahre Weltkulturerbe Aachener Dom

Vor 40 Jahren ist der Aachener Dom als erstes Bauwerk in Deutschland als Weltkulturerbe von der Unesco ausgezeichnet worden. Ein Jubiläum das gefeiert werden muss, haben sich die Aachener gedacht. Die Stadt Aachen und das Domkapitel haben zusammen ein Programm auf die Beine gestellt. Der BRF war am Freitagabend bei der Generalprobe dabei.

"Der Dom leuchtet" in Aachen (Bild: Lena Orban/BRF)

"Der Dom leuchtet" in Aachen (Bild: Lena Orban/BRF)

Dass der Aachener Dom überhaupt noch steht, ist schon unglaublich, bei dem, was der alles erlebt hat – ob Feuer, Erdbeben oder Kriege. Er ist den Aachenern heilig. Sie tun alles, damit er erhalten bleibt. Es ist ihr Wahrzeichen, sagt auch Bernd Büttgens, Pressesprecher der Stadt Aachen: „Ich denke, die Aachener lieben ihren Dom über alles. Der Dom ist das Wahrzeichen der Stadt, es ist der Magnet, den man weltweit kennt. Touristen aus aller Welt kommen hier her, um ihn zu sehen. Er ist natürlich auch bei den Aachenern sehr beliebt. Es ist, glaube ich, der schönste Dom der Welt.“

Um das Jubiläum zu feiern, hat man sich etwas ganz besonderes ausgedacht. An neun Abenden kann man auf dem Katschhof die Lichtinstallation „Der Dom leuchtet“ bewundern. Auch wenn der Dom schon mehrmals angeleuchtet wurde, ist das etwas besonderes, da 3-D-Effekte mit Hilfe von 14 Projektoren auf den Dom projiziert werden. Wie das ganze technisch angegangen ist, erklärt Lichtdesigner Christoph Hillen: „Technisch ist es so, dass wir den Dom als dreidimensionales Modell gescannt haben und den im Rechner nachgebaut haben. Dann werden die Projektoren so eingerichtet, dass sie genau mit dem Dom interagieren. Da weiß jedes Pixel im Prinzip, wo es drauf trifft. Und mit dem ganzen Wissen konnten wir dann die Inhalte erstellen und da sind einem dann keine Grenzen gesetzt.“

Inhaltlich geht es in der Lichtshow um die Geschichte des Doms und seine Beziehung zu den Aachenern. Die 20-minütige Show ist bunt und beeindruckend. Man erlebt, wie der Dom in Flammen stand oder seine Balken vom „Gescheckten Nagekäfer“ angefressen wurden. Die Musik zur Show wurde eigens dafür von Frank Stumvoll komponiert.

Neben der Lichtshow werden aber auch noch andere Veranstaltungen rund um den Dom angeboten, erklärt Bernd Büttgens: „Der Dom ist die ganze Zeit geöffnet, es gibt Veranstaltungen im Dom, geistliche Musik, es gibt Konzerte und Pilgerfahrten. Auch Vorträge, die sich mit dem Thema „Weltkulturerbe Aachener Dom“ auseinandersetzen. Es wird eine erlebnisreiche und inhaltsstarke Woche werden.“

Den Dom noch ein bisschen besser kennen lernen und in seine Geschichte eintauchen – das Interesse ist groß, die Veranstaltung „Der Dom leuchtet“ ist bereits an einigen Tagen ausverkauft. Die Festwoche beginnt am Samstagabend und dauert bis nächsten Sonntag, dem 30. September. Alle Informationen gibt es auf der Webseite aachenerdom2018.de.

"Der Dom leuchtet" in Aachen (Bild: Toni Wimmer/BRF)
"Der Dom leuchtet" in Aachen (Bild: Toni Wimmer/BRF)

Lena Orban

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