Cap48: Wie ist’s passiert? – Menschen sind mehr als nur eine Geschichte

Wie soll man mit Menschen mit Beeinträchtigung umgehen? Schon die Frage ist diskriminierend. Sie sollten wie alle anderen behandelt werden. Genau darum geht es Cap48. Am 28. September startet die Aktion wieder.

Vorstellung der Kampagne Cap48 (September 2018)

Bild: Raffaela Schaus/BRF

Yves Krauth hat etwa 50 Stories, wie er im Rollstuhl gelandet ist: Einmal war es ein Schneesturm auf dem Everest. Das andere Mal war er ein voreiliger Stuntman. Wie es tatsächlich passiert ist, spielt keine Rolle. Denn Menschen sind mehr als nur die eine Geschichte. Gemeinsam mit Cap48 möchte Yves Krauth die Sicht auf Leute mit Beeinträchtigung verändern.

Als Botschafter für die Aktion Cap48 traut er sich, über seine Beeinträchtigung zu lachen. „Ich finde, dass Humor in allen Sachen hilft“, sagt Yves Krauth im Gespräch mit dem BRF, „man macht Humor über Politik, man macht Humor über Ausländer, über Frauen, über Männer – egal. Man soll auch Humor über Leute mit Beeinträchtigung machen. Das gehört, glaube ich, zur Integration.“

Vom 28. September bis zum 7. Oktober läuft wieder die Aktion Cap48. Zehn Tage lang verkaufen Ehrenamtliche Post-It-Päckchen. Mit dem Erlös werden Inklusionsprojekte gefördert. Letztes Jahr konnten sechs Millionen Euro gesammelt werden, mit denen hundert Projekte unterstützt werden.

Cap48 unterstützt in diesem Jahr in Ostbelgien die Beschützende Werkstätte Meyerode und das regionale Zentrum für Kleinkindbetreuung. Auch beim Spiel der AS Eupen gegen Antwerpen am Samstag, dem 6. Oktober, werden Post-Its verkauft.

rasch/est