Wenn mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr die Motorradsaison startet, müssen Autofahrer wieder besonders achtsam sein. "Man muss vor allem auf die Geschwindigkeit der Motorräder achten. Man schätzt sie sehr oft falsch ein. Sie fahren schneller als man denkt", erklärt Dany Klein. Er ist bei der Polizeizone Weser-Göhl für die Verkehrssicherheit zuständig und weiß, worauf Autofahrer besonders achten müssen.
Aber natürlich sind auch die Motorradfahrer selbst gefragt. "Sie müssen sich natürlich an die geltenden Verkehrsregeln halten. Tatsache ist aber, dass viele Motorradfahrer ihre eigene Geschwindigkeit falsch einschätzen - und das vor allem an strategischen Punkten wie Kreuzungen, Einfahrten, etc.", weiß Dany Klein. "Zum Bremsen brauchen sie dann viel länger, als sie gedacht haben."
"Motorradfahrer haben wahrscheinlich auch eher die Tendenz, etwas über die erlaubte Geschwindigkeit hinaus zu fahren", meint Klein. Wirkliche Rennstrecken gebe es in den vier Nordgemeinden Eupen, Raeren, Kelmis und Lontzen aber nicht. "Dafür aber in der deutschen Eifel. Vor allem in der Ecke vom Rursee gibt es richtige Raserstrecken."
Falsche Selbsteinschätzung, Übermut, überhöhte Geschwindigkeit oder auch technische Mängel wie schlechte Bremsen oder zu wenig Reifenprofil - die Ursachen für einen Verkehrsunfall sind vielfältig.
Nach dem Winter sollte das Motorrad deshalb auch erst mal durchgecheckt werden, rät Ingrid Visé vom Motorradgeschäft Moto Visé. "Vor der ersten Ausfahrt sollte auf jeden Fall alles kontrolliert werden: sämtliche Flüssigkeiten, wie Öl, Kühlflüssigkeit und Bremsflüssigkeit, aber auch der Reifendruck, das Reifenprofil und die Kettenspannung."
"Wichtig ist auch, dass man seine eigene Ausrüstung kontrolliert. Bei einem Helm, der fünf Jahre alt ist, ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Man sollte auch darauf achten, ob Jacke und Hose noch passen. Es kann ja sein, dass man gewachsen ist. Auch zur eigenen Sicherheit sollte man sein gesamtes Equipment überprüfen", sagt Ingrid Visé.
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