„Familie – so vielfältig wie das Leben“ – Podiumsdiskussion im BRF-Funkhaus

Familienpolitik dreht fast immer um finanzielle Themen oder Kinderbetreuung. Dabei gibt es auch ganz andere Schwierigkeiten, mit denen Familien konfrontiert sind. So stehen Familien auch unter einem immer größeren gesellschaftlichen Druck. Das war eine der Thesen in der Podiumsdiskussion "Familien - so vielfältig wie das Leben" am Dienstagabend im BRF-Funkhaus.

V.l.n.r.: Karl Heinz Calles (Kirche), Colin Kraft (CSP), Antonios Antoniadis (Familienminister), Sylvia Hermans (Familienmediatorin), Maire-Noëlle Weber (Familienpsychologin) und BRF-Programmchef Olivier Krickel (Moderation) (Bild: Renate Ducomble/BRF)

V.l.n.r.: Karl Heinz Calles (Kirche), Colin Kraft (CSP), Antonios Antoniadis (Familienminister), Sylvia Hermans (Familienmediatorin), Maire-Noëlle Weber (Familienpsychologin) und BRF-Programmchef Olivier Krickel (Moderation) (Bild: Renate Ducomble/BRF)

Wenn Familien scheitern, dann liegt das oft auch an überhöhten Ansprüchen, die an Familien gestellt werden. Eltern wollen gute Eltern sein, gute Partner, sie müssen beide arbeiten und für ihren Arbeitgeber flexibel sein.

„Der Druck entsteht auch, weil die Menschen es gut machen wollen, so gut wie möglich, und weil auch die Gesellschaft mehr als zuvor auf die Familien schaut“, erklären Marie-Noelle Weber-Schmetz und Sylvia Hermans. Beide beraten Familien in prekären Lagen.

Sie raten zur Entschleunigung und dazu, mit Abstand auf die Situation zu schauen: „Sich Zeit nehmen, um miteinander zu reden, sich an einen Tisch zu setzen. Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann vielleicht mit einem Mediator.“

Manchmal brauchen Betroffene Hilfe von außen. Die Gesellschaft ist da gefordert. Ansprüche sollten nicht verallgemeinert werden. Die Gesellschaft muss toleranter werden, auch in Bezug auf die unterschiedlichen Formen und Modelle von Familien, die es gibt: „Dass wir die Familien da abholen, wo sie stehen.“

Einen Mitschnitt der Diskussion sendet der BRF zu einem späteren Zeitpunkt

okr/est

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