Weltreisender aus Atzerath zeigt erstes Filmprojekt

Chris Eyre-Walker aus Atzerath hat nach der Fotografie jetzt auch seine Leidenschaft fürs Filmen entdeckt. Seine erste Dokumentation ist bei einem Festival in Kanada in die Auswahl der besten Filme gekommen. Am kommenden Donnerstag ist der Film im St. Vither Kino Corso zu sehen.

"Dreamwalkers": Chris Eyre-Walker hat vier junge Niederländer beim Highlining auf den Färöer Inseln begleitet

"Dreamwalkers": Chris Eyre-Walker hat vier junge Niederländer beim Highlining auf den Färöer Inseln begleitet (Bild: Chris Eyre-Walker)

Chris Eyre-Walker kommt gerade von einem viermonatigen Aufenthalt in Zentralasien zurück. Afghanistan, Tadschikistan, Kirgistan – und jetzt mal wieder zu Hause in Ostbelgien. In St.Vith will der Weltreisende seine erste Filmdokumentation vorstellen. Im Kino Corso, wo er als Kind selbst Zuschauer war.

„Es freut mich, dass ich den nach Hause bringen und so zeigen kann: Man muss nicht unbedingt studieren gehen. Wenn man eine Leidenschaft hat, kann man der nachgehen – und trotzdem etwas erreichen im Leben“, sagt Eyre-Walker.

Auf seinen Reisen durch die Welt hat es ihn von der Fotografie zum Filmen geführt. „Dreamwalkers“ heißt das Erstlingswerk des 27-Jährigen. Es ist eine 30-minütige Dokumentation über vier junge Niederländer, die auf den Färöer-Inseln als erste überhaupt Highlining betreiben – auf Seilen zwischen gigantischen Felsklippen. Ein Abenteuer, das auch Chris gereizt hat.

Sieben Monate haben Chris und seine Freunde die Filmdokumentation geplant – bis sie schließlich im April dieses Jahres auf den Färöer-Inseln landeten – mit 160 Kilogramm Übergepäck und viel Enthusiasmus. „Für mich war von vorne herein klar, dass es ein echtes Abenteuer ist. Dass die Geschichte echt ist. Was man im Film sieht, ist auch wirklich da. Nichts ist gestellt. Ich wollte keine Geschichte im Voraus produzieren, kein Drehbuch haben. Es ist eine Dokumentation von dem, was die da gemacht haben.“

Outdoor-Filmfestival

Zwei Freunde standen Chris beim Filmen zur Seite. Mit Kameras und Drohne ausgestattet dokumentierte das Team fast rund um die Uhr die Highliner und ihren schwindelerregenden Sport: Mehrere hunderte Meter über dem Abgrund balancieren die jungen Männer über bis zu 220 Meter lange Seile. „Wenn man auf dieser Linie ist, kann man sich nur darauf konzentrieren. Alles andere ist in dem Moment egal.“

Um solche ungewöhnlichen Leidenschaften, Menschen und Landschaften zu dokumentieren, zieht Chris Eyre-Walker durch die Welt. Mit seiner australischen Freundin ist er ständig unterwegs. Kein Ort ist ihnen zu weit oder abgelegen. Mit Hilfe von Sponsoren finanziert er seine Abenteuer und Filmprojekte.

Zwei Wochen haben Chris und sein Team auf den Färöer-Inseln gedreht. Herausgekommen sind mehr als 4.000 Videoclips, die er zu einem 30-minütigen Film zusammengeschnitten hat. Beim Festival der Outdoor-Filme im kanadischen Banff hat es die Dokumentation in eine Auswahl geschafft, die jetzt durch die Welt tourt.

„Vielleicht sitzt irgendwo jemand im Kino und denkt: Ach, jetzt gehe ich auch auf Abenteuer. Das ist doch schön. Dann  sehe meine Aufgabe als erfüllt an.“

Dass die Kulturvereinigung Ars Vitha ihm ermöglicht, die Dokumentation auch in St.Vith zu zeigen, freut Chris besonders. Er hofft, viele Menschen mit seinem Film zu inspirieren. Der Film von Chris Eyre-Walker ist am Donnerstagabend um 20 Uhr im St.Vither Kino Corso zu sehen. Anschließend folgt eine einstündige Präsentation.

mb/km

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