Winterexkursion: Wo kommen unsere Weihnachtsbräuche her?

Ein etwas anderer Adventsnachmittag mit traditionellen Bräuchen und Gewürzen: Zur Vorweihnachtszeit organisieren die Ländlichen Gilden am 9. Dezember eine "Winterexkursion" mit anschließendem Kochatelier mit Karin Laschet in Kelmis.

Orangen, Nelken, Sternanis und Zimt gehören zu Weihnachten einfach dazu

Foto: Couleur/Pixabay

Gerade in der dunklen Adventszeit holen sich die Menschen liebend gerne Tannengrün ins Haus. Sie hängen Mistelzweige auf oder schmücken die Türen mit Kränzen aus Tannen, Efeu und Stechpalmenzweigen. Zum Braten und Backen werden unzählige exotische Gewürze verwendet. Nicht nur Kinder naschen Marzipan und Schokolade, Äpfel, Mandarinen und Nüsse.

Doch was verbirgt sich hinter den Traditionen und Bräuchen rund um Weihnachten? Kochreferentin Karin Laschet klärt auf – am Samstag, dem 9. Dezember 2017 von 13:30 bis 18 Uhr. Treffpunkt ist die Seminarküche „Naturgenuss“ in Kelmis.

Bei einem Spaziergang werden Fichtengrün, Brennnesselsamen und Beifuß gesammelt. „Mit Fichtennadeln kann ich zum Beispiel einen Fichtenpunsch machen oder Fichtensirup, ich kann die Fichtennadeln räuchern oder in Alkohol einlegen, um eine Art Latschenkiefer herzustellen“, erklärt Karin Laschet.

„Mein Fokus ist, neben dem Kulinarischen und dem Heilsamen auch ein bisschen die Herkunft dieser Bräuche zu erklären. Warum hat man in dieser Zeit Lust, sich Grünes ins Haus zu holen? Dieser Brauch besteht schon, seitdem es Menschensiedlungen gibt. Es geht um die Hoffnung, dass irgendwann die Sonne wiedergeboren wird und dass die Natur dann wieder aufblüht.“

Im Anschluss werden Winterleckereien und warme Getränke hergestellt. „Ich werde alles nutzen, was in einem klassischen Nikolaus- oder Weihnachtsmann-Sack zu finden ist: Orangencreme, Glühwein für Autofahrer, Bratäpfel mit Marzipan, herzhafte Küchlein, und Brotaufstrich mit Walnüssen“, erklärt Karin Laschet.

Anmeldungen sind bis zum 1. Dezember bei den Ländlichen Gilden unter 080/41.00.60 oder ilona.benker@bauernbund.be möglich. Die Plätze sind begrenzt. Der Kostenbeitrag beträgt 22 Euro pro Person.

mitt/km