60 Jahre ESF: Soziale Beschäftigungspolitik für Europa

Der Europäische Sozialfonds (ESF) hat am Donnerstag in Eupen sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Ein Doppeljubiläum, denn seit 25 Jahren gibt es auch einen Programmableger in der DG.

Europa-Flagge

Illustrationsbild: Rainer Jensen/EPA

Der ESF fördert Programme, die Menschen mit geringer Qualifikation wieder in Beschäftigung bringen sollen. Jährlich profiteren rund 2.000 Menschen in der DG direkt oder indirekt von den Mitteln, die durch den Fonds in soziale Projekte fließen.

„Seit 1992 gibt es den Europäische Sozialfonds in Ostbelgien. Und seitdem sind hunderte Projekte unterstützt worden“, sagt der zuständige Mitarbeiter im Ministerium der DG, Wilfried Heyen. Dabei schaffen es die meisten Projekte, 60 bis 80 Prozent ihrer Teilnehmer später auch in Beschäftigung zu bringen.

„Sehr unterschiedliche Projekte: Langzeitarbeitslose wieder in der Arbeitsmarkt zu integrieren, sozial benachteiligte Menschen wieder fit zu machen für den Job, aber auch Existenzgründungen zu fördern. Wir haben also auch in der betrieblichen Welt Unterstützung geleistet. Auch Arbeitsmarktbeobachtung ist durch den ESF finanziert worden.“

Und diese soziale Arbeit an der Basis lässt sich die EU einiges kosten. Rund 41 Millionen Euro sind bisher im Rahmen des ESF an die DG geflossen. In der aktuellen Förderperiode zwischen 2014 und 2020 sind es elf Millionen Euro. Voraussetzung ist, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft noch einmal genau dasselbe drauflegt. So bekommen die Projekte, die durch den ESF gefördert werden, zwischen 2014 und 2020 insgesamt fast 22 Millionen Euro.

Unsicherer als die bisherigen Leistungen ist indes die Zukunft des ESF. Unter anderem der Brexit trägt dazu bei, dass es in Zukunft weniger Mittel für Soziale- , Jugend- und Strukturprogramme geben könnte.

ake/km