Mehr Defibrillatoren für Kelmis

Kelmis möchte die Zahl der Defibrillatoren auf Gemeindegebiet erhöhen. Das gab Schöffe Rainer Hintemann (Ecolo) am Montagabend auf der Gemeinderatssitzung bekannt.

Defibrillator (Illustrationsbild: Yourschantz/Pixabay)

Defibrillator (Illustrationsbild: Yourschantz/Pixabay)

Bisher gibt es vier Defibrillatoren. Sie befinden sich in der Schwimmhalle, im Sportzentrum, im Tennisclub und am Fußballstadion. Hintemann möchte den Ankauf von zusätzlichen Geräten prüfen, zum Beispiel für das Kulturheim in Hergenrath oder für den Kirchplatz in Kelmis. Die sogenannten Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) werden bei einem Herzstillstand eingesetzt, und können auch von medizinischen Laien angewendet werden.

Erneut Polemik um Infrastrukturkarussell

Oppositionsführer Marc Langohr (CSP) nahm eine Haushaltsabänderung beim ÖSHZ zum Anlass, erneut gegen das Kelmiser Infrastrukturkarussell zu wettern. Für den Umzug des ÖSHZ in das Göhltalmuseum entstehen nämlich Mehrkosten von 57.000 Euro. Das Gemeindekollegium serviere wieder häppchenweise Mehrkosten, die das Projekt, genauso wie bei der Vieille Montagne, teurer machen als geplant, so Langohr.

ÖSHZ-Präsident Louis Mostert ging die Polemik der CSP sichtlich gegen den Strich und er verweigerte Langohr zunächst die Auskunft. Erst auf Bitten von Bürgermeister Louis Göbbels gab er die Gründe bekannt, nämlich eine Trockenlegung und Frostschäden im Göhltalmuseum. Das habe man vorher nicht wissen können, so Mostert, und übrigens habe die CSP den Mehrkosten im Sozialhilferat zugestimmt. Bürgermeister Göbbels abschließend: Ihm sei ein Infrastrukturkarussell, das teurer wird, lieber als eines, das steht.

Volker Krings