Büllinger Gemeindehaus: Abrissarbeiten haben begonnen

Am Dienstag ist mit den grundlegenden Umbauarbeiten am Büllinger Rathaus begonnen worden. Vom Rathaus in seiner bisherigen Form, bleibt einzig der vordere Teil in seiner bekannten architektonischen Vorkriegsform erhalten. Wir waren beim Start der Abrissarbeiten mit dabei.

Abrissarbeiten am Rathaus in Büllingen

Bild: Christophe Ramjoie/BRF

Emotionslos frisst sich der Bagger des Abrissunternehmens durch den hinteren Teil des Büllinger Rathauses. Erst noch ein wenig vorsichtig, fast schon grazil, wird die Dachkonstruktion des Verwaltungstraktes abgetragen. Danach geht es entschlossener zur Sache, als der Boden des alten Gemeinderatssaales wegbricht.

Noch bis Ende August hat hier der Gemeinderat getagt. Emotional ist der Abbruch des alten Rathauses aus Sicht des Bürgermeisters Friedhelm Wirtz aber nicht. „Ein emotionaler Moment war es eher, als wir hier mit allem, was wir hatten, weggezogen sind. Heute sehe ich das eigentlich ganz gelassen. Wir haben ja heute auch die Mitarbeiter der Verwaltung eingeladen, um sich noch ein letztes Mal das alte Rathaus anzusehen. Ich denke, jeder sieht das gelassen und wir sind froh, dass das Projekt anläuft.“

Für den Abbriss des alten Verwaltungstraktes ist eine Woche vorgesehen. Danach wird der vordere Teil des Rathauses entkernt. Der Umbau des Rathauses soll rund 2,5 Millionen Euro kosten, wovon 1,5 Millionen von der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden.

Bei Bauprojekten dieser Größenordnung sind immer mal wieder Überraschungen drin. Für diesen Fall sieht man sich auf Büllinger Seite gewappnet. „Natürlich werden in der Regel alle Projekte teurer als man sie veranschlagt. Wir haben aber einen Puffer eingebaut. Die Schätzung war um einiges höher angesetzt und von dieser Schätzung sind wir ausgegangen“, erklärt Wirtz.

Der Neubau, soll in jedem Fall günstiger sein, als eine komplette Renovierung das alten Gemeindehauses. Die Gründe für den Schritt des Neuanfangs in Sachen Rathaus lagen auf der Hand. „Unser Rathaus war in die Jahre gekommen. Man hat immer scheibchenweise etwas dazu gebaut, aber hatte nie ein großes Konzept. Die Leute haben damals eben gemäß der finanziellen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen gebaut. Das Rathaus in Büllingen hat heute nicht mehr dem Bedarf entsprochen: Es war nicht behindertengerecht, die Sanitäranlagen sind veraltet und überall war Platzmangel“, so Wirtz.

In den kommenden zwei Jahren wird nun am neuen Rathaus gearbeitet. Im September 2019 möchten die Gemeindeverantwortlichen die neuen Räumlichkeiten beziehen.

Abrissarbeiten am Rathaus in Büllingen

Bild: Friedhelm Wirtz

cr/mg

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150