Neuer Rathausplatz in St. Vith wird abgeändert

Der Stadtrat St. Vith hat am Mittwoch die Änderungen am neuen Rathausplatz genehmigt. Nicht ganz ohne Gegenwind, denn sowohl aus der Opposition als auch aus der Mehrheit gab es Kritik an den Änderungen.

Rathausplatz von St. Vith (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Bild: Raffaela Schaus/BRF

Seit Monaten sorgt die Neugestaltung des Rathausplatzes in St. Vith für Diskussionsstoff. Die gesamte Fläche zwischen Rathaus und Büchelturm soll neu gestaltet werden. Dafür hatte die Gemeinde Kosten von 665.000 Euro vorgesehen.

Wegen der vollen Auftragsbücher vor den Wahlen kann dieser Betrag jedoch nicht eingehalten werden. Das günstigste Angebot beläuft sich auf 812.000 Euro. Das entspricht rund 20 Prozent der gesamten Auftragssumme.

Um die Mehrkosten einzudämmen, geht der Stadtrat nun auf Änderungsvorschläge aus der Bevölkerung ein. Das Stadtwappen soll entfallen. An seine Stelle kommt das Kunstobjekt. Außerdem verzichtet die Stadt auf die QR-Codes, die Tafeln mit historischen Daten und die Bodengitter um die Bäume. Stattdessen sollen dort Blumen gepflanzt werden. Insgesamt würden so rund 52.000 Euro eingespart.

Im Stadtrat stießen die Einsparungen auf Kritik. Sandra Knauf ist das Projekt weiterhin zu teuer. Und auch aus der Mehrheit gab es Stimmen, die nicht mit dem ausgewählten Kunstobjekt einverstanden sind. Das Kunstwerk stelle den heiligen Vithus als alten Mann dar, hieß es. Dabei sei er der Legende nach nur ungefähr zwölf Jahre alt geworden.

Freizeitgebiet Wiesenbach soll erweitert werden

Die Gemeinde St. Vith plant eine Ausweitung des Freizeitgebiets Wiesenbach. Der Stadtrat verabschiedete einen Entwurf zu einem neuen Raumordnungsplan, der erste neue Gestaltungselemente erkennen lässt.

So ist im vorderen Bereich ein Tagescampingplatz geplant. Urlauber, die nur wenige Nächte bleiben, sollen hier unterkommen. Langzeitcamper hätten dann mehr Platz auf dem bestehenden Camping. Geplant ist auch die Errichtung von Chalets oder Ferienhäusern.

Der Bereich soll das Freizeitgebiet weiter aufwerten und noch mehr Touristen anlocken. Um die Zone ruhig zu halten, soll das Gelände um die Chalets autofrei bleiben. Der Wald im Freizeitgebiet und die Grünzone um den Bach sollen nicht angetastet werden.

Anne Kelleter