SPI auf der Expo Real

Die Champions League der Investoren - so könnte man die Immobilienmesse Real in München nennen, bei der sich die Euregio Anfang dieser Woche als gemeinschaftliches Gewerbegebiet präsentiert hat.

Pierre Castelain, Nathalie Klinkenberg und Alfred Lecerf

Pierre Castelain, Nathalie Klinkenberg und Alfred Lecerf

Die Euregio als Gewerbegebiet vermarkten – das war das Ziel der SPI, der Wirtschaftsförderungsagentur für die Provinz Lüttich, auf der Immobilienmesse Real in München. Mit 64.000 Quadratmetern und über 2.000 Ausstellern ist die Expo einer der größten ihrer Art.

Zum ersten Mal hat sich auch die SPI an der deutschen Messe beteiligt. Pierre Castelain, Pressesprecher der SPI, erklärte, dass man als frankophone Agentur dazu neige sich an das französische Nachbarland zu wenden. Doch mit dem Stand in München konnte man die Palette der Kontakte auch anderweitig ausdehnen.

Die Initiative, die Lütticher Agentur als belgische Vertretung der Euregio mit ins Boot zu holen, ging ursprünglich vom Lontzener Bürgermeister Alfred Lecerf aus. „Die Wirtschaftsmesse Expo Real in München ist weltbekannt. Ich bin beeindruckt, wie groß und wie vielfältig das Angebot da ist. Da macht es in meinen Augen Sinn, einen gemeinsamen Stand zu haben, als wenn jeder sein eigenes Süppchen in der Ecke kocht. Wir sind viel stärker, wenn wir als Euregio, als ganzes Gebiet, auftreten – das haben wir dieses Jahr auch gemerkt.“

In der Tat habe das Konzept „Drei Länder, ein Standort“ funktioniert und es seien mehr Interessenten auf den Stand zugegangen als die Aussteller selbst erwartet hatten.

Anleger interessierten sich vor allem für noch verfügbare Gewerbeflächen an Orten wie dem East Belgium Park, sagt Nathalie Klinkenberg von der Wirtschaftsföderungsagentur. „Es gab unterschiedliche Kontakte: Zum einen zu potentiellen Investoren, die sich für den Standort hier interessierten – vor allem die Gewerbeflächen waren da ein ganz großes Thema – und zum anderen aber auch die Kontaktpflege zu unseren Partnern in den Nachbarländern.“

Unter den neuen Kontakten sei zum Beispiel auch ein Geldgeber für ein Projekt in Lüttich. „Wir haben da einen Investor gefunden, der uns mit einer ganz modernen Formel helfen will, ein Konzept für die Schaffung eines Parkplatzes von 700 Plätzen am Val Benoit zu finden. Das sind alles kleine Ansätze für interessante Projekte.“

Diese Beziehungen gelte es nun zu vertiefen, so Lecerf weiter. Auch wenn die Umsetzung solcher Pläne wohl noch auf sich warten lässt. Die Idee, die Euregio als ganzheitliches und vor allem leistungsstarkes Gewerbegebiet darzustellen, scheint auf der Expo Real aufgegangen zu sein.

Pierre Castelain und Nathalie Klinkenberg

rs/mg - Bilder: Raffaela Schaus/BRF

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