Burg Reuland: Sanierung der Paul-Gerardy-Schule abgeschlossen

Die Kinder in Burg Reuland können wieder in ihrer Schule lernen und spielen. Die Paul-Gerardy-Schule ist komplett saniert. Nach den Primarschülern im September ist letzte Woche auch der Kindergarten eingezogen. Wir haben uns die renovierte Schule am Donnerstagmorgen angesehen.

Paul-Gerardy-Schule in Burg Reuland

Die Kleinen haben Grund zur Freude. Seit vergangener Woche sind sie wieder in ihrem Kindergarten. Vorbei ist die Zeit im Container. Jetzt erwarten die 37 Kinder helle und freundliche Räume im gewohnten Umfeld.

Das Wichtigste aber sieht man nicht auf den ersten Blick: die komplette energetische Sanierung. „Hier ist ganz viel passiert: Die Fenster mussten erneuert werden, es musste isoliert werden, es mussten Möbel und die Lüftungsanlage ausgetauscht werden. Jetzt ist alles auf dem neuesten Stand und gut isoliert. Es bekommt jetzt keiner mehr kalt, der vor dem Fenster sitzt“, freut sich Sonja Houscheid, die Schulschöffin von Burg Reuland.

Sonja Houscheid und Schulleiter Klaus Knauf sind froh, dass das Großprojekt in einem Jahr zügig über die Bühne gegangen ist und jetzt wieder Normalzustand herrscht.

Seit Beginn des neuen Schuljahres ist auch die Primarschule wieder voll funktionstüchtig. Die 85 Primarschüler können jetzt konzentriert in ihren renovierten Klassenräumen arbeiten – dank eines besseren Raumklimas durch eine kontrollierte Be- und Entlüftunganlage. Eine automatische Beschattung schafft zudem Sonnenschutz – auch im Herbst und Winter.

Die energetische Sanierung des Gebäudes aus den 60er Jahren war dringend notwendig geworden. „Das Problem war, dass wir selbst bei maximaler Heizleistung im zweiten Stockwerk maximal 16 Grad in Winter hatten. Daraufhin ist dann ein Energieaudit ausgeführt worden und dabei ist dann zu Tage getreten, dass sehr viel Energie verloren geht, weil die Fenster und die Zwischenräume zwischen den Fenstern nicht mehr dicht waren und selbst das Mauerwerk durchlässig war“, erklärt Klaus Knauf, Schulleiter der Paul-Gerardy-Schule.

2,6 Millionen Euro hat die Sanierung des Gebäudes gekostet. 60 Prozent davon übernimmt die Deutschsprachige Gemeinschaft. Die Gemeinde Burg Reuland hat einige Jahre auf das Projekt hingearbeitet. Für sie ist die Paul-Gerardy-Schule ein wichtiger Standort. „Die Schüler kommen ja aus der ganzen Gegen hier hin – von Malscheid, Lengeler oder Dürler, wo es keine Dorfschule mehr gibt“, weiß die Schullschöffin.

Für die Schüler gibt es ausreichend Platz in dem Gebäude. Die Raumaufteilung ist bei der Sanierung nicht verändert worden. In einigen Klassen wurde das Schulmobiliar erneuert. Um Kosten zu sparen, hat man bei der Sanierung auf eine Erneuerung der Bodenbeläge verzichtet, die noch in Ordnung seien. Auch wird weiter mit Öl geheizt.

Die technischen Möglichkeiten an der Paul-Gerardy-Schule sollen weiter ausgebaut werden. In Sachen Internetzugang hat sich schon etwas getan. „Wir haben jetzt in jeder Klasse mindestens einen Internetanschluss. Die Ausarbeitung der Cyberklasse steht noch aus. Wir haben im vergangenen Jahr bei der Wallonischen Region ein Projekt eingereicht und sind sehr froh darüber, dass unser Projekt als eines von vier in der Deutschsprachigen Gemeinschaft akzeptiert wurde. In absehbarer Zeit werden wir also zusätzliches Material erhalten, darunter zwei digitale Tafeln und Tablets, die hoffentlich vor Weihnachten noch eintreffen“, erklärt Schulleiter Knauf.

Solche Unterrichtsbedingungen wünschen sich wohl auch andere Schulen in der Gemeinde. „Es ist sicher noch in vielen Dorfschulen Sanierungsbedarf vorhanden. Natürlich kann man aber nicht alles auf einmal machen. Es müssen Gelder dafür da sein und man muss jetzt schauen, wo es am nötigsten ist“, sagt Sonja Houscheid.

mb/mg - Bild: Michaela Brück/BRF

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150