Mutmaßlichem Serienbetrüger wird in Eupen der Prozess gemacht

Vor dem Gericht Erster Instanz in Eupen muss sich am 14. September ein Paar aus Deutschland verantworten, das zahlreicher Straftaten beschuldigt wird. Angeklagt sind die beiden wegen Tragens falscher Namen, elffachen Betrugs sowie sechsfacher Urkundenfälschung.

Die Taten sollen sie zwischen Oktober 2013 und Januar 2014 begangen haben. Der 38-jährige Mann hat einiges auf dem Kerbholz. Schon Anfang 2007 wurde er in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ gesucht und wenig später im niederländischen Etteln-Leur festgenommen.

Mit seiner früheren Partnerin soll er 270 Straftaten, vor allem Betrügereien, begangen und einen Gesamtschaden von über 200.000 Euro verursacht haben. Auch in den Niederlanden und Belgien sollen die beiden immer wieder mit betrügerischen Absichten unterwegs gewesen sein.

Andrea Tilgenkamp, Prokurator des Königs, sagte dem BRF auf Anfrage, nach der in Deutschland abgesessenen langen Haftstrafe sei der 37-Jährige, der als Haupttäter gilt, nach Belgien ausgeliefert worden. In Eupen erwartet ihn und seine mutmaßliche neue Komplizin ein weiterer Prozess. Sein Anwalt hat inzwischen zwei Anträge auf Freilassung gestellt – bislang ohne Erfolg.

rs