Oxfam Trailwalker: „Catch us if you can“ und die „Trailevators“

Rund 270 Vierer-Teams gehen beim Oxfam Trailwalker am 26. und 27. August an den Start und bewältigen 100 Kilometer in 30 Stunden für den guten Zweck. Von Bütgenbach geht es über Ovifat, Botrange, Mützenich und die Gileppe-Talsperre nach Kettenis. Wie sie mit Wehwehchen umgehen und was auf keinen Fall im Rucksack fehlen darf, das verraten zwei Trailwalker-Teams im BRF-Interview.

Oxfam-Trailwalker-Gruppe "Catch me if you can"​: Ramona Overath, Lisa Rox, Maureen Radermacher und Astrid Vliegen (v.l.n.r.)

"Catch me if you can"​: Ramona Overath, Lisa Rox, Maureen Radermacher und Astrid Vliegen

„Catch us if you can“ – ein sehr selbstbewusster Teamname, den sich Maureen Radermacher, Astrid Vliegen, Lisa Rox und Ramona Overath da ausgesucht haben. Seit Januar trainieren die vier regelmäßig und freuen sich auf den Trailwalker.

Allerdings haben sie die 100 Kilometer ein bisschen unterschätzt, wie uns Astrid Vliegen erzählt hat. „Wir hatten uns vorgenommen, viel zu laufen, gerade wenn es flach wird. Damit die anderen dann nur unseren schönen Spruch auf dem Rücken sehen. Aber wir haben jetzt während der Trainingseinheiten festgestellt, dass 100 Kilometer doch viel länger sind, als wir das eigentlich geplant hatten.“

Auch die Raerener Gruppe „The Trailevators“ – eine Mischung aus Trailwalker und dem Titel „Elevation“ von U2 – ist zum ersten Mal dabei und trainiert jetzt schon seit zehn Monaten für den Oxfam Trailwalker. René Meurer, Christoph Heeren, Lars Hermann, Christian Greven und Ersatzmann Yves van Cauteren haben Respekt vor den 100 Kilometern. Auch sie haben die Länge der Strecke etwas unterschätzt.

Gerade am Anfang mussten sie den ein oder anderen Schmerz einstecken. „Aber man gewöhnt sich dran, bekommt auch den Muskelkater in den Griff“, sagt Christoph Heeren.

„Und man lernt aus seinen Fehlern, kauft sich bessere Schuhe und bessere Socken, und cremt sich vorher vielleicht auch mal die Füße ein. Alles Dinge, die man bei den Trainings und bei Gesprächen mit Leuten, die das schonmal gemacht hat, erfährt.“ Ihr letztes großes Training haben die Männer bereits hinter sich, dabei sind sie noch einmal über 60 Kilometer weit gegangen.

Oxfam-Trailwalker-Gruppe "Trailevators": Christoph Heeren, Lars Hermann, Yves van Cauteren (Ersatzmann), René Meurer und Christian Greven (v.l.n.r.)

„Trailevators“: Christoph Heeren, Lars Hermann, Yves van Cauteren (Ersatzmann), René Meurer und Christian Greven

Bei einer 100-Kilometer-Wanderung darf der Rucksack natürlich nicht zu schwer werden. Auch da hat die Gruppe „Catch me if you can“ ein bisschen experimentiert. Trockene Socken und Blasenpflaster gehörten bei den Frauen aber auf jeden Fall immer zur Standardausrüstung dazu, genauso wie die Stirnlampe, etwas zu trinken und zu essen.

„Notfall-Powergel hatten wir immer dabei, weil einen die Kräfte schonmal verlassen. Fast bei jeder Wanderung hat eine von uns so ein Tief durchlebt, und da war das immer die Rettung“, sagt Astrid Vliegen.

Über 1.200 Euro haben die Frauen bereits für ihr Spendenkonto gesammelt. In erster Linie haben Freunde und Bekannte fleißig gespendet, aber auch eine Verkaufsaktion von Käse und Wurst hat der Gruppe Geld eingebracht.

Ähnlich sieht es bei den „Trailevators“ aus, auch sie konnten auf die Unterstützung von Familie, Freunden und Kollegen zählen und haben schon stolze 3.085 Euro gesammelt. Insgesamt haben alle Teams gemeinsam bis jetzt schon 370.000 Euro an Startgeldern zusammengetragen.

Lena Orban - Fotos: privat

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150