Dreharbeiten zu „Liliane Susewind“: Meret Becker, Christoph Maria Herbst & Co in Raeren

In Raeren liegt im Moment Filmduft in der Luft. Der alte Bahnhof hat sich in den letzten Monaten in einen riesigen Zoo verwandelt. Abgesehen von namhaften deutschen Schauspielern, gibt es dort gerade Schweinchen, Ziegen, Lamas oder auch einen Esel zu sehen. Eine deutsch-belgische Filmcrew dreht dort gerade den Kinderfilm "Liliane Susewind". Wir durften einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Liliane Susewind – ein kleines rothaariges Mädchen, das die Gabe hat mit Tieren zu sprechen. Als sie mit Schulkameraden einen Ausflug in den Zoo macht, erfährt sie, dass dort Tiere auf seltsame Weise verschwinden. Ihr Abenteuer kann beginnen!

Die Geschichte von Liliane Susewind basiert auf der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Tanya Stewner und wird jetzt zum Leben erweckt. Seit einigen Wochen schon ist das Filmteam rund um Regisseur Joachim Masannek, der auch „Die Wilden Kerle“ verfilmt hat, am Raerener Bahnhof zu finden. Dort wurde ein kleiner Zoo geschaffen, der einer der Hauptdrehorte ist.

Warum der Bahnhof so attraktiv war, erklärt Produzent Felix Zackor von Dreamtool Entertainment: „Wir wollten den Film hier in dieser Region machen. Sie liegt wahnsinnig nah an der Grenze, das ist logistisch unglaublich geschickt für uns. Wir haben hier eine tolle, unberührte Natur und trotzdem ein bisschen Industrie-Feeling durch die Schienen und das Bahnhofsgebäude. Wir haben dann unsere eigenen Zäune und die ganzen Zoogeschichten hier hin gebaut und fühlen uns hier sehr wohl.“

Auch Regisseur Joachim Masannek war es wichtig, dass das Motiv des Bahnhofes isoliert ist, damit eine kleine eigene Welt geschaffen werden konnte. Und das ist gelungen. Hohe Aussichtstürme, eine Hängebrücke, mehrere bunte Bauwagen und zahlreiche Tiergehege schaffen ein Paradies für Kinder. Da der Bahnhof denkmalgeschützt ist, mussten einige Hürden überwunden werden. Wenn der Dreh beendet ist, muss alles wieder so aussehen, als hätte es den Film-Zoo nie gegeben.

Der Film ist eine deutsch-belgische Produktion, an der auch der Ketteniser André Sommerlatte und sein Partner Sebastian Schelenz mit ihrer Produktionsfirma Velvet Films beteiligt sind. Neben bekannten deutschen Schauspielern, wie Meret Becker, Christoph Maria Herbst oder Tom Beck, sind natürlich die Kinder die Hauptakteure.

Dreharbeiten am Raerener Bahnhof – Regisseur Joachim Masannek und Schauspielerin Meret Becker (auch bekannt als Berliner Tatort-Kommissarin)

Liliane, gespielt von Malu Leicher, erlebt die ganzen Abenteuer natürlich nicht alleine. Für die Kinderrollen wurde auch in Ostbelgien gecastet – die elfjährige Fleur Steffens aus Eupen hat eine kleine Rolle ergattert und das ganz ohne Filmerfahrung.“Bei uns in der Schule hat eine Frau einen Flyer austeilt – das hat sie auch in Brüssel, in Berlin oder Köln gemacht. Ich kam dann nach Hause und habe meiner Mutter gesagt: ‚Ich will da mitmachen‘. Ich wollte schon immer mal bei einem Casting mitmachen, aber bei vielen Agenturen brauchte man Schauspielunterricht und dafür habe ich zu viele Hobbys. Ich bin dann hingefahren und habe ganz einfach versucht zu spielen.“

Und es hat geklappt – Fleur bekam eine Rolle. „Ich spiele erstmal eine Zicke – mit aufwendigem Make-up. Ich bin aber nicht die Oberzicke, das ist ein anderes Mädchen“ , erklärt Fleur. „Ich helfe der Oberzicke, mache fiese Sachen, schaue zu ihr herauf und versuche, so wie sie zu sein“, erklärt sie.

Fleur Steffens aus Eupen konnte eine kleine Rolle bei „Liliane Susewind“ ergattern

Tierische Schauspieler sind natürlich auch dabei. Sogar ein Elefant wurde extra aus Paris engagiert. Alle anderen Tiere sind aus Belgien oder Deutschland mit ihren Trainern angereist. Im Film redet Liliane mit den Tieren – um das umzusetzen, braucht es einige Tricks. „Die Szenen werden zum Schluss digital bearbeitet, d.h. wir drehen teilweise mit echten Tieren, die wir dann aber mit Computer bearbeiten. Und teilweise gibt es auch Tiere, die wir ganz am Computer machen, z.B. unser kleiner Baby-Elefant Ronni. So einen Elefanten gibt es einfach nicht zum Drehen – das wäre gar nicht erlaubt und auch nicht möglich. Den haben wir uns dann am Computer gebastelt“, erklärt Zackor.

Drei Jahre hat es von der ersten Idee bis jetzt gebraucht. Einige Szenen sind bereits fertig geschnitten und Joachim Masannek hat verraten, dass es ein sehr leichter Kinderfilm wird, der an Astrid-Lindgren-Verfilmungen erinnert.

Noch bis Montag wird die Filmcrew in Raeren drehen, danach geht es für weitere Dreharbeiten nach Gangelt und Schleiden. Ende August werden alle Szenen im Kasten sein und ab dem 10. Mai 2018 kann man die Abenteuer von „Liliane Susewind“ dann im Kino verfolgen.

lo/mg - Bilder: Vera Golloch/BRF

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