Die Dringlichkeit sah die Stadtratsmehrheit darin, dass am Donnerstag das neue wallonische Raumordnungsgesetzbuch CoDT in Kraft tritt. Ohne das Ok des Stadtrats in Sachen kommunaler Raumordnungsplan hätte der Antrag von Neuem aufgerollt werden müssen, und die von Privathand investierten 40.000 Euro wären zum Kuckuck.
Das sei Sache des Investors, argumentierten Sandra Knauf und Karlheinz Berens. Dieser habe bewusst eine Zahlungsfrist verstreichen lassen und habe es nun auf einmal eilig. Beide warfen der Mehrheit zum wiederholten Mal vor, eine Extrawurst zu braten. Sie zweifeln auch das übergeordnete Interesse an.
Das sehen Bürgermeister Christian Krings und Schöffe Herbert Felten in den anvisierten 65 bis 80 Wohneinheiten in günstiger Lage, nahe des Triangel. Während Sandra Knauf gegen den Punkt stimmte, verließ Berens sogar ostentativ den Raum. Er wolle sich im Nachhinein nicht vorhalten lassen, an der Abstimmung teilgenommen zu haben, falls es etwa zu einer Prozedurklage komme.
Stephan Pesch