Herbesthal: 21 Wohnungen an historischer Stelle

In Herbesthal entstehen 21 neue Wohneinheiten - und das an historischer Stelle. Ein Bauunternehmen hat das historische Postgebäude in Herbesthal erworben. Die Sanierungsarbeiten laufen bereits.

Die Alte Post in Herbesthal

Auf den Bauplänen des Architekten sieht es ganz fein aus. Kein Vergleich zum heutigen Zustand des Gebäudes, das eher einem Geisterhaus gleicht. Noch muss im alten Postgebäude von Herbesthal so gut wie alles saniert werden, damit 21 neue Wohneinheiten auf sechs Etagen entstehen können. Es wird ein Mix aus Ein-, Zwei- und Drei-Zimmerwohungen.

Ein echtes Großprojekt im Dorf Herbesthal, sagt Lontzens erster Schöffe Roger Franssen. „Es sind private Wohnungen und kein sozialer Wohnungsbau. Ich denke, dass das dem Markt hier wirklich angeboten werden kann. Es gibt nämlich wirklich einen Bedarf an Wohnungen dieser Art in der Gemeinde – besonders hier in Herbesthal. Man hat den Bahnhof hier 400 Meter entfernt und Busmöglichkeiten. Neben den traditionellen Parzellierungen, die wir in der Gemeinde haben, ist das eine interessante und vernünftige Zweckbestimmung für ein wunderbares Gebäude.“

Nicht nur wunderbar sondern auch historisch. Hier ging mal die Post ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. „Herbesthal war ja seit dem Bau des Bahnhofs hier in den Jahren 1840 eine ganz wichtige Stelle. Herbesthal ist hier geboren – mit der Post, mit dem Zoll und dem Bahnhof hier an dieser Stelle. Von 1920 bis 1935 war dieses Gebäude das zweitwichtigste Postbüro von ganz Europa“, erklärt Franssen. „Hier wurden bis zu 1.000 Säcke Post pro Tag bearbeitet mit bis zu 150 Angestellten, die hier in diesem Gebäude gearbeitet haben.“

Nicht arbeiten, sondern wohnen an einem geschichtsträchtigen Ort. Seinen Baustil soll das Gebäude deshalb behalten. „Es steht nicht unter Denkmalschutz, aber wir sind wohl in einem Bereich, in dem der Denkmalschutz mitgeredet hat – und das ist auch gut so. Es ist ein Renaissance-Gebäude, 1907 gebaut und es hat einen ganz charakteristischen Stil“, sagt Franssen. „Dieses Gebäude prägt wirklich ganz klar die Ortschaft und die Denkmalschutzbehörde hat da sehr vernünftig mitüberlegt und gemeinsam mit der Gemeinde dafür gesorgt, dass man das Ensemble architektonisch erhält und drinnen trotzdem funktionelle Wohnungen schaffen kann.“

mz/mg - Bilder: Manuel Zimmermann/BRF

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