Minister De Croo auf „Digital Tour“ in Eupen

Welche Potentiale die Digitalisierung des Handels bietet, war Dienstagabend Thema einer interaktiven Veranstaltung im Ambassador-Hotel in Eupen. In Anwesenheit des zuständigen Vizepremiers Alexander De Croo (Open VLD) erfuhren Unternehmer der Region und ein interessiertes Publikum, welche Wachstumsmöglichkeiten die aufstrebende digitale Wirtschaft bietet.

Alexander De Croo

Alexander De Croo (Bild: BRF)

Seit mehreren Monaten tourt der für die digitale Agenda der Föderalregierung zuständige Telekom-Minister durch das Land, um die diversen Arbeitgeber-Dachverbände auf die Zukunft des Online-Handels einzustimmen.

Die liberale Föderalabgeordnete Kattrin Jadin, die den Vizepremier nach Eupen eingeladen hatte, wies anhand von Studien nach, dass im Online-Handel in Belgien noch viel Luft nach oben zu sein scheine. Gäste, wie der Eupener Start Up-Unternehmer Martin Schoonbroodt oder der belgische Google-Chef bestätigten das.

Entwicklung nicht verpassen

De Croo warnte in einer Arbeitssitzung davor, die Entwicklung nicht zu verpassen. Angesichts der Tatsache, dass die Abdeckung der DG mit Mobil-Telefonie und Internet noch viele Wünsche offen lasse, sei er nach Eupen gekommen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen, so De Croo. Nach Brüssel nehme er nicht nur den Eindruck einer dynamischen Region mit, wie er sagt, sondern auch die Überzeugung, dass man hierzulande Besseres verdient habe.

De Croo rechnet noch in diesem Jahr mit Erfolgen. Die Abschaffung der Steuer auf Sendemasten von Seiten der Wallonie und flankierende gesetzgeberische Maßnahmen seien ermutigende Vorzeichen. Eine Einschätzung, die von Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) geteilt wurde. Für die Wirtschaft der Region seien Verbesserungen auf diesem Gebiet noch mehr als eine Frage der Standortsicherung.

Besuch der Talsperre

Vize-Premier De Croo besuchte vor seiner Teilnahme an der Info-Veranstaltung zum Online-Handel am Nachmittag die Eupener Talsperre. In seiner Eigenschaft als für die Entwicklungszusammenarbeit zuständiger Minister ließ er sich von den den Verantwortlichen der Wallonischen Wasserverteilungsgesellschaft (SWDE) die Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung zeigen. Die SWDE engagiert sich seit mehreren Jahren in der internationalen Zusammenarbeit in insgesamt 14 Ländern Afrikas.

Gegenüber dem BRF betonte De Croo die Bedeutung des SWDE-Engagements für die Sicherung der Qualität der Trinkwasserversorgung in diesen Ländern. Belgien müsse seine Erfahrung in diesem Bereich mit jenen Ländern teilen. Unser Land werde von vielen Ländern Afrikas stets als verlässlicher Partner geschätzt, betonte De Croo.

Rudolf Kremer - Bild: BRF Fernsehen

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