Eupen: Neuer Parkplatz für die Unterstadt

Mobilität ist und bleibt ein Dauerthema in Eupen. Während man für die Oberstadt erneut an der gerade eingeführten Parkordnung herumschraubt, hat auch die Unterstadt ihr Problem. Mit dem neuen Campus an der Monschauer Straße hat sich das Verkehrsaufkommen spürbar erhöht. Ein neuer Parkplatz soll das Problem entschärfen.

Die Verkehrssituation in der Eupener Unterstadt ist meist entpannt. Doch zu den Stoßzeiten wird es schon mal etwas eng. Morgens und abends steuern Eltern, Schüler und Lehrer den Campus an der Monschauer Straße an. Dort sind die Parkplätze begrenzt. Das Ab- und Aufladen der Kinder sorgt für Verkehrsbehinderungen. Und gefährlich für die Sicherheit der Schulkinder ist es auch.

Ein neuer Parkplatz soll Abhilfe schaffen. Er befindet sich leicht versteckt zwischen Hütte, Mühlenweg und Binstert. Das Gelände gehört dem Kabelwerk und wird nicht mehr genutzt.

„Vor einigen Jahren, als Binstert gemacht wurde, ist das Gelände als Baustelleneinrichtungsplatz genutzt worden. Da sind wir damals auf die Idee gekommen, ob man nicht versuchen könnte, eine Einigung mit dem Kabelwerk zu finden, um diesen freien Platz hier als Parkplatz zu nutzen“, erklärt Eupens Bauschöffe Michael Scholl.

Innerhalb von drei Minuten sind die Schulen an der Monschauer Straße zu Fuß erreichbar. Der Parkplatz soll aber nicht nur die Situation an der Monschauer Straße entschärfen, sondern auch die im Schilsweg. Auch für die Unterstädter Geschäftsleute sieht Scholl Vorteile. „Dauerparker besetzen die Parkplätze dort den ganzen Tag. Mit dem neuen Parkplatz werden die Parkplätze viel mehr rotieren und können so auch den Geschäftsleuten einen Vorteil bringen.“

Das Kabelwerk vermietet der Stadt das Gelände für günstige 25 Euro im Monat. Die notwendigen Arbeiten halten sich im Rahmen. „Wir werden etwas splitten und die Lampen kontrollieren, die für die Sicherheit morgens und abends sorgen sollen. Es ist also kein großer Aufwand und wird vom Bauhof gemacht werden. Wir werden natürlich auch in einer ersten Phase schauen, ob der Bauhof eine Akzeptanz erhält“, so Scholl.

Sechzig PKW sollen hier Platz finden. Wenn das Wetzlarbad dann fertig ist, könnte er sogar noch vergrößert werden. „Wir haben mit Herrn Bourseaux vereinbart, den Parkplatz vielleicht sogar zu erweitern, um einen Parkplatz fürs Wetzlarbad zu schaffen und sind da auf sehr positive Resonanz gestoßen. In dem Fall, wo wir es nötig hätten, wäre Herr Bourseaux bereit, da auf uns zu zukommen.“

Die Stadt Eupen wird in Zukunft das halbstündige Gratis-Parken flächendeckend einführen. Gleichzeitig werden die mittlerweile zehn Jahre alten Parkautomaten ersetzt. Modernere Parkautomaten sollen dann bald auch bargeldloses Bezahlen per Karte oder Smartphone möglich machen. Damit gilt das 30-minütige Gratis-Parken auch für die Langzeitparkplätze City, Auf’m Hund, Hostert und Werthplatz. Die CSP-Opposition und einige Geschäftsleute hatten dies schon seit langem gefordert.

CSP-Mandatar Thomas Lennertz sieht allerdings noch einigen Klärungsbedarf. „Wenn man sagt, dass man hier nur 30 Minuten frei parken kann, wenn man dieses Ticket an den neuen Automaten zieht, dann müssen ja trotzdem alle Eltern zu dem Automaten laufen, sich das Ticket ziehen und hinter die Windschutzscheibe klemmen. Wäre es nicht viel einfacher zu sagen: 30 Minuten Gratis-Parking mit der blauen Parkscheibe? Dann kann jeder die einfach hinlegen und 30 Minuten in Ruhe seine Kinder abholen“, so Lennertz.

vk/mg - Bild: BRF Fernsehen