Und einer bleibt doch: Sucré Salé im Eupen Plaza erfolgreich

Es ist die Geschichte von einem Kelmiser Koch, der dort Erfolg hat, wo bislang alle gescheitert sind. Marc Vluggen betreibt im vom Pech verfolgten Shoppingcenter Eupen Plaza ganz beständig sein Bistro. Während angekündigt wurde, das Shoppingcenter zu einem Wohnkomplex umzubauen, konnte der Koch sein bislang bestes Geschäftsjahr abschließen.

Von Untergangsstimmung ist hier keine Spur. Auch wenn es drumherum anders aussieht: Waren 2006 noch mehr als 30 Geschäfte in Eupens Shoppingcenter am Start, sind mehr als zehn Jahre später ganze sechs übrig geblieben, darunter auch das Bistro des 41-jährigen Kelmisers Marc Vluggen.

2016 hätte für das Sucré Salé erfolgreicher nicht sein können. „Es war das beste Jahr. Wir haben kontinuierlich unseren Umsatz steigern können, obschon hier jährlich zwei, drei Geschäfte weggingen. So wie jetzt Colruyt geht. Natürlich macht das Angst, aber wir halten an unserem Konzept fest und hoffen, dass es geht“, sagt der Restaurantchef.

Sieben Vollzeitkräfte arbeiten mit Marc Vluggen und seiner Frau an diesem Erfolgskonzept. Sieben Tage die Woche ist das Bistro geöffnet, jeden Tag von 8 bis 19 Uhr. Den Umbauplänen im Eupen Plaza sieht er gelassen entgegen, weil er die Eigentümer als professionell einschätzt. Das Vorprojekt gefällt ihm, und auch neue Mieter sollen sich nach Angaben des Eigentümers schon angekündigt haben.

Warum aber hat das Konzept Shoppingcenter in Eupen nie gefruchtet? Der Insider hat eine einfache Erklärung: „Es sind natürlich vom Eigentümer her viele Fehler gemacht worden: Miete, Nebenkosten, Wachdienst, Putzfrauen, das muss man zusätzlich bezahlen, sodass man an einen teuren Quadratmeterpreis kommt.“

Positives

Man müsse aber auch die positiven Aspekte sehen, sagt Marc Vluggen. „Man hat ein sehr schönes Center, was auch sehr gut unterhalten wird. Und es gibt viele überdachte und kostenfreie Parkplätze.“ Somit hat Marc Vluggen seinen Mietvertrag im Eupen Plaza gleich um neun Jahre verlängert.

Mehr als 8.000 Quadratmeter Geschäftsfläche warten rings um ihn herum auf neue Mieter. „Ich hatte auch Angst 2006. Aber ich kann sagen: Hier ist Verkehr. Hier kommen Leute hin, der Bahnhof ist da, der bringt sehr viele Leute. Man ist sehr schnell hier. Man braucht nicht in die Stadt rein. Man hat viele Vorteile.“

„Ich kann nur jedem empfehlen, es mal zu probieren. Es kann funktionieren. Ich hatte auch Angst – aber es funktioniert.“ Auch wenn 2017 die Karten neu gemischt werden – Marc Vluggen und sein Team haben die Erfolgsformel für das Eupen Plaza gefunden.

dop/km

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