„Die Raupe“ will Ombudsmann einschalten

Nach den Betrugsvorwürfen gegen die Erwachsenenbildungs-Organisation "Die Raupe" will der Verwaltungsrat der VoG jetzt den Ombudsmann der DG einschalten. Außerdem wird aus finanziellen Gründen den Personalmitgliedern gekündigt.

Gebäude der "Raupe" in Eupen

Gebäude der "Raupe" in Eupen (Archivbild: BRF)

Für „Die Raupe“ wird es eng. Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft hatte letzte Woche mitgeteilt, sie werde der in Eupen ansässigen Erwachsenenbildungs-Organisation die Funktionszuschüsse streichen und die Rückzahlung von Mitteln aus vergangenen Jahren fordern. „Die Raupe VoG“ steht unter Verdacht, Subsidienbetrug begangen zu haben. Der Fall könnte dieses Jahr noch vor Gericht kommen.

Geschäftsführer Patrick Kelleter bestreitet, dass es Betrugsabsichten gegeben habe. „In unseren Augen ist es so, dass wir niemals irgendein Dokument gefälscht haben oder ein falsches Dokument eingereicht haben. Insofern sind wir der Meinung, dass die Vorwürfe unbegründet sind“, sagt Patrick Kelleter.

Kündigungen

„Die Raupe hatte, wie angekündigt, gestern einen normalen Verwaltungsrat. Wir müssen jetzt unserem Personal kündigen, es bleibt uns nichts anderes übrig. Wir wissen jetzt noch nicht genau, was auf uns zukommt, und deswegen müssen wir erstmal vorsichtig vorgehen.“

„Und wir werden den Ombudsmann der Deutschsprachigen Gemeinschaft anrufen, weil wir glauben, dass wir hier ein Problem mit dem Ministerium haben, was wir auch gerne verstehen würden.“

Raupe-Geschäftsführer Patrick Kelleter im BRF-Interview

Raupe-Geschäftsführer Patrick Kelleter im BRF-Interview

mz/km - Bilder: Renate Ducomble/BRF