Lontzen: Begegnungsort am alten Bahnhof und Geldautomat Streitthemen

Walhorn erhält endlich einen Geldautomaten. Und auch am Projekt, im alten Bahnhofsgebäude einen Begegnungsort für Jugendliche und Vereine zu schaffen, hält das Kollegium fest. Aber bei beiden Projekten traten große Meinungsverschiedenheiten auf. Auch das Thema Überwachungskamera sorgte für Diskussionsstoff.

Rathaus von Lontzen

Bild: Julien Claessen/BRF

Der Streit um das alte Bahnhofsgebäude entzündete sich an der Absicht des Kollegiums, gemeindeeigenes Gelände abzugeben. Das sei notwendig, um den Bauantrag zu erneuern und auch, weil man sich bemühe, die Finanzierungszusagen aufzustocken, bei der gleichzeitigen Absicht, das Projekt Begegnungsstätte im alten Bahnhof abzuspecken.

Im Klartext heiße das, die Finanzierung sei nicht gesichert, das Pferd werde von hinten aufgezäumt, schlimmstenfalls bleibe man auf dem Finanzierungsproblem sitzen, so die Opposition einhellig. Prozeduren seien nun mal langwierig, beendete Schöffe Franssen die Diskussion, und man wolle keine Blockade für das multifunktionale Projekt.

Geldautomat am Rolduc Platz: Kollegium uneins

Multifunktional wird auch der Toilettentrakt am Rolduc Platz in Walhorn: An die einzig möglichen Außenwand kommt der Geldautomat der Post. Dies nachdem die Vorstöße des Kollegiums, den Geldautomaten an der Schule an Einwänden scheiterte, dann am Karolingerplatz an urbanistischen Hürden.

Die Saga um besagten Automaten führte am Montagabend dazu, dass der Beschluss mit den Stimmen der Opposition gefasst wurde – nach dem Motto, besser dort, als gar nicht. Drei Ratsfrauen der Mehrheit stimmten aber dagegen, ebenso wie Schöffe Roger Franssen. Der Grund: eine Beeinträchtigung der Privatsphäre eines Anwohnerhaushaltes durch das Kommen und Gehen am Schalter. Franssen will sich jetzt dafür einsetzen, dass der Automat an der besagten Wand weiter weg von Garten und Terrasse besagter Anwohner angebracht wird.

Überwachungskamera an der „alten Schmiede“

Wie Raeren und Kelmis hatte sich auch Lontzen für die Formel mobiler Überwachungskameras ausgesprochen. Anders als Eupen, wo feste Standorte kommen und die Bilder in Echtzeit übertragen werden.

Als einen ersten Standort entschied sich der Lontzener Gemeinderat für die „alte Schmiede“. Auf den Einspruch der Ecolo-Fraktion, Kameras lösten kein Problem, entgegnete Bürgermeister Lecerf, Fahndungserfolge bewiesen das Gegenteil. Er schloss die Diskussion mit der Feststellung, die Gemeinden hätten nur bei den Standorten Mitspracherecht, nicht in der Grundsatzfrage, Kameras ja oder nein. Diese Befugnis habe einzig der Polizeirat.

Frederik Schunck - Bild: Julien Claessen/BRF

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