800 Zuhörer bei „Seitenstraße“ in Eupen

Wenn nach Geschäftsschluss in Eupen Menschen beim Schuster Schlange stehen und die Fensterscheiben von Lokalen beschlagen, weil noch Dutzende Leute drin sind, dann kann das nur an "Seitenstraße - Lesen hinterm Tresen" liegen.

Seitenstrasse 2016 - Lesung in der Bäckerei Kockartz (Bild: Thorsten Giesen)

Seitenstrasse 2016 - Lesung in der Bäckerei Kockartz (Bild: Thorsten Giesen)

Der Vorleseabend „Seitenstraße“ in Eupen hat am Samstagabend geschätzt 800 Zuhörer angelockt. Damit zog die Veranstaltung auch bei ihrer neunten Auflage stetig mehr Besucher an. Der Veranstalter Chudoscnik Sunergia zeigte sich mit dem Zuspruch sehr zufrieden.

In 30 Geschäften und Lokalen der Innenstadt haben Laien aus Büchern gelesen oder eigene Texte vorgetragen. Dabei waren lustige, aber auch nachdenkliche und berührende Geschichten.

Neu waren in diesem Jahr die sogenannten Begegnungsorte. Geschäftsinhaber mit Migrationshintergrund berichteten dort von ihrem persönlichen Schicksal. Laut Chantal Heck von Chudoscnik Sunergia kam die Initiative sehr gut an. „Was uns auch sehr froh stimmt als Organisatoren, weil wir sehen, dass diese Thematik wichtig ist und dass die Leute auch begreifen möchten. Und hier gab es Informationen aus erster Hand.“

„Es war keine Lesung, sondern eine Fragen-und-Antwort-Runde. Das Publikum hat Fragen gestellt, die Geschäftsinhaber aus Syrien, der Türkei und Marokko haben Antworten gegeben. Es war ein ganz lockeres Gespräch, man hat auch viel gelacht. Es war eine wirklich schöne Begegnung.“

2017 gibt es bereits die zehnte Auflage von „Seitenstraße – Lesen hinterm Tresen“ in Eupen. Chantal Heck versprach, dass die Veranstalter sich zum Jubiläum etwas Spezielles ausdenken werden.

okr/km

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