Aachener Erklärung: Polizei macht international Front gegen Einbrecherbanden

Sie sind schnell, mobil und kennen keine Grenzen. Darum sind internationale Einbrecherbanden den Ermittlern oft um Längen voraus. Die Polizei will das jetzt über Landesgrenzen hinweg ändern. Am Montag wurde in Aachen ein neues Abkommen zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden unterzeichnet.

Polizeidienste aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden wollen verstärkt gegen Einbrecher vorgehen

Polizeidienste aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden wollen verstärkt gegen Einbrecher vorgehen (Bild: 31.10.)

Belgische, deutsche und niederländische Polizeibehörden machen gemeinsam Front gegen international agierende Einbrecherbanden. Die zuständigen Minister legten Einzelheiten in der am Montag unterzeichneten „Aachener Erklärung“ fest.

Belgien war durch Finanzminister Johan Van Overtveldt vertreten, der für den verhinderten Innenminister Jan Jambon in Aachen das Abkommen unterzeichnete. Geplant sind unter anderem der Informationsaustausch zu international agierenden Tätergruppen, gemeinsame Ermittlungsgruppen und abgestimmte Kontrollmaßnahmen.

Nicht nur die Bürger der Euregio wüssten nicht mehr, wo die Landesgrenzen eigentlich genau liegen. Aber das nutzten auch die Einbrecherbanden. Und deshalb müssten die Polizeidienste auch arbeiten, als gäbe es keine Grenzen, betonte der deutsche Innenminister Thomas de Maizière nach der Unterzeichnung im Aachener Rathaus.

Besonders weil die Tätergruppe sich gewandelt hat. Statt kleinkriminelle Beschaffungstäter und Drogenabhängige seien heute vielmehr organisierte Banden vor allem aus Südosteuropa verantwortlich für die Eigentumskriminalität.

In jedem Fall könne man von den Nachbarländern lernen, sagte Finanzminister Van Overveldt in einem Fazit. Auch er lobte die niederländische Präventionsarbeit sowie ihre Analysetechnik. Belgien arbeite effizienter, wenn es um das Speichern von Nummernschilder geht. Jedes der drei Länder habe seine Stärken und Schwächen, so Minister Van Overtveldt.

brf/dpa/mz/km - Bild: Manuel Zimmermann/BRF

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