Rockprojekt im Inside: Musik bringt Leute zusammen

Das Rockprojekt des Jugendtreffs Inside in Eynatten gibt es nun seit zehn Jahren. Selbstverständlich wird das Jubiläum mit einem Konzert gefeiert - am 29. Oktober im Alten Schlachthof. "Macht Musik - egal welche und egal wo", rät Projektgründer Werner Kalff allen Jugendlichen.

Hate Couture - die erste Band des Rockprojekts - mit Coach Skoob im ersten Proberaum im Inside (2006)

Hate Couture - die erste Band des Rockprojekts - mit Coach Skoob im ersten Proberaum im Inside (2006)

„Eigentlich ist das Rockprojekt aus den Gitarrenkursen entstanden“, schildert Rockprojekt-Gründer Werner Kalff die Anfänge. „Da kam der Wunsch auf: Wir möchten E-Gitarre spielen und eine Band gründen. Daraufhin haben wir eine Umfrage gestartet – und es haben sich doch über 20 Jugendliche gemeldet.“

Die Bands brauchten einen Ort zum Spielen, also wurde ein Proberaum eingerichtet. Als es dann soweit war und die Bands erste Konzerte gaben, wurde in eine Ton- und Lichtanlage für die Auftritte investiert. Es folgten ein Tonstudio und ein weiterer Proberaum, da der erste der großen Nachfrage nicht mehr gerecht wurde. Inzwischen ist das Rockprojekt sogar international aufgestellt: Über die Grenzen der Euregio hinaus entstanden Partnerschaften mit anderen Ländern.

Auf eine der Inside-Bands ist Werner Kalff ganz besonders stolz. „Wir haben auch eine Band mit Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung. Wir legen sehr viel Wert darauf, diesen Jugendlichen eine Möglichkeit zu geben, Musik zu machen – sei es in einer Band oder im Unterricht. Da sind wir sehr stolz drauf, dass wir das so gewährleisten können.“

Persönlichkeit stärken

Yelena und Jean sind beide langjährige Mitglieder des Rockprojektes. Für sie hat die Bandarbeit auch deutliche Auswirkungen auf ihr Privatleben und ihre Entwicklung gehabt. „Es hat mich privat sehr weit gebracht, weil ich damals sehr schüchtern war“, sagt Yelena.

„Und wer weiß, wo ich sonst gelandet wäre. Vielleicht wäre ich mit den falschen Leuten unterwegs gewesen. Hier war ich in einem gesicherten Rahmen. Ich konnte mich entfalten, habe aber immer noch die Grenzen gespürt.“

Auch Jean war sehr schüchtern und zurückhaltend, bevor er die Musik für sich entdeckte. „Ich habe dann angefangen, Bass zu spielen, und immer mehr Sicherheit bekommen. Das war etwas, was ich konnte und auch zeigen wollte. Und dann stand ich auf der Bühne – und man hat mich gar nicht mehr wiedererkannt. Ich wurde immer selbstbewusster und selbstsicherer. Meine Persönlichkeit hat sich dadurch über die Jahre gestärkt.“

Konzert im Alten Schlachthof

Werner Kalff blickt auf sein zehnjähriges Herzensprojekt zurück und hat nur einen Wunsch an Jugendliche: „Musiziert. Versucht, Musik zu machen – egal wo, egal ob Musikschule, elektronische Musik oder Rockmusik. Musik bringt Leute zusammen. Und ich denke, dass Musik letztendlich auch glücklich macht.“

Das Ergebnis der langjährigen Bandarbeit ist ein echter Ohrenschmaus. Das Rockprojekt lädt am 29. Oktober im Alten Schlachthof zu einem Konzert ein. Es wird auch eine kleine Ausstellung geben. Der Eintritt ist frei.

pam/km - Bilder: Jugendtreff Inside

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