Eine unendliche Geschichte: Eupen und der Verkehr

Stau vor den Eupener Schulen, Stau auf der Herbesthaler Straße und Stau im Stadtzentrum. Da kann man die Sturheit der Autofahrer schon bewundern, die sich jeden Tag aufs Neue durch die Baustellen fädeln. Neuestes Hindernis: die Teilsperrung der Haasstraße. Gute Neuigkeiten gibt es indes für die Herbesthaler Straße.

Baustellenschild: "Umleitung"

Der Eupener Stadtverkehr ist ein leidiges Thema – für die Autofahrer, für die Baustellenarbeiter und erst recht für die Stadtverantwortlichen. In der Weserstadt reiht sich eine Baustelle an die nächste und Besserung ist nicht in Sicht.

Neuestes Mitglied in der Familie der Verkehrsbehinderungen: die Haasstraße in der Unterstadt. „Hier mussten die Kanaldeckel ersetzt werden, sonst wären sie uns diesen Winter wahrscheinlich um die Ohren geflogen. Das muss eben irgendwann gemacht werden“, so der Eupener Bauschöffe Michael Scholl. „Wir haben uns für die Sperrung entschieden, um zügig arbeiten zu können.“

Arbeiten früher beendet als gedacht

Die ursprünglich bis zum 28. Oktober angesetzten Straßenunterhaltsarbeiten in der Haasstraße sollen bereits diesen Freitag (14. Oktober) fertiggestellt sein. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag mit.

Da das Straßenfundament und die Kanalschächte sich in einem unverhofft guten Zustand befänden und mehr Arbeiter eingesetzt wurden als geplant, könnten die Arbeiten zwei Wochen früher beendet werden.

Herbesthaler Straße im Winter zweispurig

Gute Neuigkeiten gibt es indes für die Herbesthaler Straße. Die Baustelle dort geht gut voran, bestätigte Bauschöffe Scholl. Seit letzter Woche ist der neue Kreisverkehr an der Kreuzung Herbesthaler Straße/Vervierser Straße fertig.

Und im Winter wird die Herbesthaler Straße voraussichtlich zweispurig befahrbar sein. Anfang 2018 soll dann auch der Friedenspark wieder hergestellt werden, womit die Baustelle Herbesthaler Straße abgeschlossen ist.

Baustelle Monschauer Straße

2017 steht aber vorher noch das nächste große Projekt ins Haus, denn die sogenannte „Rüttelstrecke“, die Monschauer Straße Richtung Ternell, bedarf dringend einer Generalüberholung.

Insgesamt will die Stadt Eupen in diesem Jahr 300.000 Euro in die Straßen investieren. Das sind 100.000 mehr als ursprünglich geplant.

Ob sich die Eupener Verkehrssituation allerdings langfristig verbessern wird, steht in den Sternen. Laut Michael Scholl gibt es zwar interne Überlegungen, aber keine konkreten Pläne, die Situation durch neue Umgehungsstraßen oder andere Maßnahmen zu entspannen.

Anne Kelleter- Bild: BRF Fernsehen