St. Nikolaus-Hospital in Eupen feiert 175-jähriges Bestehen

175 Jahre St. Nikolaus-Hospital: Das Eupener Krankenhaus blickt auf eine ebenso wechselhafte wie erfolgreiche Geschichte zurück - und schaut durchaus zuversichtlich in die Zukunft. Zum Jubiläum haben die Verantwortlichen ein respektables Feierprogramm zusammengestellt. Vor allem aber wollen sie die Chancen nutzen, den zweitgrößten Arbeitgeber in der DG im besten Licht zu präsentieren.

St. Nikolaus Hospital in Eupen

Bild: Thierry Roge/Belga

Nach dem Motto „Tradition ist nicht das Weiterreichen von Asche, sondern das Feuer am brennen zu halten“ soll im St. Nikolaus-Hospital Zukunft gestaltet werden. Dabei spielt die Gegenwart keine zu verachtende Rolle. Denn heute wird das sichtbar, was bereits geschafft wurde in letzter Zeit.

Die Geriatrie in neuen hellen Räumlichkeiten mit komfortablen Zimmern im Haupthaus hat sich aus dem Schattendasein befreit. Die älteren Patienten nehmen die Angebote freudig an, das Projekt „Fingerfood-Wagen“ zur Bekämpfung der Mangelernährung bei Senioren hat sich überaus positiv angelassen.

Auch im Entbindungsheim ist einiges bewegt worden: Der eingeführte systematische Glukose-Toleranz-Test ist da ebenso zu nennen wie die pränatale Sprechstunde für die Schwangeren in angepassten Räumen. Ganz wichtig: Aufgrund der reduzierten Liegezeiten auf vier Tage stellen die schnellen Entlassungen alle vor große Herausforderungen. Ein Glück, dass die Zusammenarbeit mit Kaleido für die Zeiten vor und nach der Geburt bestens funktioniert.

Über 16 Millionen Euro für weitere Umbauarbeiten

In Sachen Umbauarbeiten ist man nach den Großprojekten der letzten 15 Jahre noch lange nicht am Ende. Krankenhaus-Direktor Danny Havenith wird über 16 Millionen Euro verbauen lassen. Davon trägt die DG mit 13 Millionen den größten Batzen, der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert.

„Zusammen mit der DG haben wir das Projekt ‚Haupthaus‘, also das Haus an der Hufengasse: Hier gibt es vier Etagen, die es zu renovieren gilt. Und das Elisabeth-Haus, welches noch zwei sehr alte Ebenen mit Betten und Hospitalisationsdiensten in sich birgt, wird in Zukunft still gelegt – und wenn alles gut klappt – durch einen Neubau an der Stelle der alten Geriatrie ersetzt werden“, erklärt Direktor Danny Havenith.

Was den medizinischen Bereich betrifft, also das Kerngeschäft, hofft die Crew um den neuen Chefarzt Dr. Didier Frippiat auf schnelle Weiterentwicklung: Ein Kernspintomograph soll her, neue Fachärzte sind oder werden eingestellt, die Kooperationen mit dem CHC Lüttich und der Klinik St. Josef in St. Vith sollen ausgebaut werden.

Nach tiefen strukturellen und personellen Einschnitten und einem finanziellen Tal bis 2014 sieht Danny Havenith auch stimmungsmäßig mehr als einen Silberstreif am Horizont. „Es hat natürlich Defizite und Niederlagen gegeben, die man nicht so schnell weg steckt – auch beim Personal. Ich bin sehr sehr froh, dass das Personal mit Verständnis – wenn auch nicht immer bis ins letzte Detail für uns – unserem Weg gefolgt ist. Und mit dem Personal zusammen werden wir die Zukunft auch anpacken“, so Havenith.

Bischofsbesuch, Ausstellung und Festbuch

Klar, dass das 175-Jährige Bestehen des Hospitals in Würde begangen wird. „Der Bischof von Lüttich wird einen ganzen Tag ins Krankenhaus kommen. Er wird verschiedene Arbeitsgruppen mit Mitarbeitern besuchen und ab 15 Uhr gibt es einen feierlichen Gottesdienst. Anschließend folgt die Ausstellungseröffnung „175 Jahre Krankenhaus‘, die Dr. Minke zusammen gestellt hat, sowie die Vorstellung des Festbuches.“

Das St. Nikolaus-Hospital: Es tut sich was. Die Genesung des Patienten Eupener Krankenhaus macht Fortschritte.

 

rs/mg - Bilder: Thierry Roge (BELGA)/Pauline Aumann (BRF)