Eupen bekommt kommunale Anlaufstelle für Integration

Die Stadt Eupen hat in Zusammenarbeit mit dem Ministerium der DG und dem ÖSHZ einen Vertragsentwurf zur Schaffung einer kommunalen Anlaufstelle für Integration fertig gestellt. Dieser Vertragsentwurf wurde bei der Stadtratsversammlung am Montag einstimmig genehmigt.

Das Zusammenleben von verschiedenen Kulturgemeinschaften fördern und eine effiziente und bedarfsorientierte Integration anstreben: So kann man das Ziel der kommunalen Anlaufstelle für Integration zusammenfassen. Dafür ist es unbedingt notwendig, die Ehrenamtlichen zu unterstützen und die verschiedenen Organisationen, die im Integrationsbereich tätig sind, zusammenzubringen.

Für diese Aufgaben bezuschusst die Regierung einen kommunalen Integrationsbeauftragten. Dessen Aufgaben sind beispielsweise die Vernetzung der ehrenamtlichen Akteure, die Ausarbeitung von lokalen Integrationskonzepten oder die Vermittlung von Migranten an Paten.

Der Vertragsentwurf stimmte am Montagabend alle Parteien zufrieden, vor allem die Ecolo-Fraktion, die bereits seit zwei Jahren auf den Abschluss eines solchen Vertrages hin gearbeitet hat.

Am 1. September startet das Projekt in einer Pilotphase, die am 31. Dezember 2017 endet. Anschließend wird über die Zukunft des Projektes entschieden.

Kaleido-DG ersetzt PMS-Zentren

Kaleido-DG tritt die Nachfolge der früheren PMS- und Gesundheitszentren an. Im Stadtrat wurde der Abschluss des Vertrags zwischen dem Schulträger Stadt Eupen und Kaleido-DG genehmigt. Damit ist Kaleido nun zusammen mit der Stadt Eupen zuständig für die frühzeitige Förderung einer gesunden Entwicklung von Schülern.

Kreisverkehr Judenstraße – neue Einbahnstraße

Auch der kleine Kreisverkehr an der Kreuzung Judenstraße/Bergstraße war am Montagabend Thema im Eupener Stadtrat. Alexandra Barth (SPplus) warf die Frage in den Raum, ob dort mittelfristig Verbesserungen geplant seinen, da der Kreisverkehr für manche Verkehrsteilnehmer einfach zu klein und nicht sehr übersichtlich sei.

Arthur Genten antwortete darauf, dass eine leicht erhöhte, aber überfahrbare Fläche angedacht sei und dass dieses Thema in einer nächsten Versammlung noch einmal zur Sprache komme.

Das Teilstück der Haagenstraße zwischen Schilsweg und Bellmerin wird zur Einbahnstraße, entschied der Stadtrat. Damit dort Autos sicher halten und Eltern ihre Kinder absetzen können, werden in Zukunft nur noch Radfahrer die Straße in beiden Richtungen befahren dürfen.

Rathausviertel

Außerdem genehmigte der Eupener Stadtrat den Städtebau- und Umweltbericht „Rathausviertel“ einstimmig. Dieser betrifft das Gebiet zwischen Herbesthaler Straße und Simarstraße, sowie Rathaus- und Friedhofsgelände und die an dieser Stelle geplante Wohnanlage. Dort soll ein „etwas anderes Viertel“ entstehen – mit vielen Grünflächen, aber ohne Autos.

Lena Orban